Jahresrückblick

FC Unterföhring findet sein Glück in Niederbayern

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Stürmer an Krücken: Heinz Sichort wird nach seinem Kreuzbandriss im Februar schmerzlich vermisst. Foto: mic

FC Unterföhring – Die Fußballer des FC Unterföhring hatten fußballerisch noch nie etwas mit Niederbayern zu tun, doch heuer brachte das unbekannte Land dem Club das Glück.

In der Relegation zur Bayernliga wurde der FCU dem östlichen Bayern zugeteilt, bekam dadurch machbare Gegner und nutzte die Gunst der Stunde.

Unter ihrem Trainer Dirk Teschke spielten die Unterföhringer keine allzu gute Landesligasaison. Schon früh war absehbar, dass die acht direkten Aufstiegsplätze nicht erreichbar sein würden. Als sich im Februar der einzige Stürmer Heinz Sichort einen Kreuzbandriss zuzog, schien sich auch der Umweg über die Relegation erledigt zu haben.

Dirk Teschke wird mitten in der Aufstiegsrelegation entlassen.

Die Relegation gewann der FCU dann über Disziplin. In drei der vier entscheidenden Spiele blieb das Team ohne Gegentor. In Bad Abbach gewannen sie 1:0, um sich dann mit einem 2:2 zu Hause in die Entscheidungsrunde zu zittern. Dort erarbeitete sich Unterföhring ein 0:0 auswärts und gewann an der Bergstraße durch einen Gewaltschuss von Kerim Cetinkaya 1:0. Die 180 Minuten waren keine Feinkost und bekamen eine besondere Note durch die Entlassung von Trainer Dirk Teschke. Der wollte nach einer Auseinandersetzung Andreas Faber suspendieren, was Vater und Präsident Franz Faber missfiel.

Teschke war dennoch ein Gewinner: Er bekam einen Traumjob bei Regionalligist 1860 Rosenheim und der FC Unterföhring seinen Traumtrainer Walter Werner, der schon seit zehn Jahren immer wieder als Übungsleiter gehandelt wurde. Werner drehte an jeder Schraube im Verein und bekam eine verstärkte Mannschaft, die tollen Fußball in der Bayernliga spielte. Erst in den letzten Partien vor der Winterpause ging dem FCU etwas die Luft aus. Auch als Neunter ist Unterföhring eine der Überraschungen der Hinrunde. Zwischenzeitlich standen die Unterföhringer sogar auf dem ersten Platz der Heimtabelle.

Dieser Lauf hatte auch mit Glücksfällen auf dem Transfermarkt zu tun. Im Sommer schob die SpVgg Unterhaching kurz vor Transferschluss Ünal Tosun ab, der wohl einer der besten Fußballer ist, die je das Trikot des FCU trugen. Gewonnen wurden die Spiele aber mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Disziplin und Rotation. Das Team ist längst auf allen Positionen doppelt besetzt und alle Wechsel in der Aufstellung erfolgten auf hohem Niveau.

Walter Werner wird seit zehn Jahren immer wieder als FCU-Trainer gehandelt; jetzt hat er den Job.

Mit etwas Glück schlich der FC Unterföhring durch die Hintertür in die Bayernliga, doch nun hat er das Level der neuen Spielklasse erreicht. Der Klassenerhalt in der Bayernliga ist nach gut der halben Saison in Reichweite. Bis aber das Erreichen dieses Ziels erreichbar ist, wird Walter Werner das Team auf dem Boden halten.  nb

Quelle: fussball-vorort.de

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