FC Unterföhring: Kollektiv statt Einzelkönner

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Der FC Unterföhring hat einen der jüngsten Kader der Liga.

FC Unterföhring - Dem Transfermarkt nach zu urteilen hat sich der FC Unterföhring verschlechtert. Ruhig reagierte der Bayernligist auf den Abgang seiner besten Spieler und setzte in der Vorbereitung ein Ausrufezeichen nach dem anderen.

Der FC Unterföhring will die Bayernliga nicht mit Einzelkönnern aufmischen, sondern mit einem Kollektiv.

Trainer Andreas Pummer hat zwar eine brasilianische Frau, aber auf dem Platz war er kein Brasilianer. Pummer arbeitete, kämpfte für die Mannschaft und lebte vom Willen. Und das ist nun auch seine Philosophie als Trainer. Er beklagt sich nicht, dass Efkan Bekiroglu und Albion Vrenezi zum FC Augsburg abgewandert sind. Er ist stolz, die beiden Spieler, die vergangene Saison 36 der 68 Unterföhringer Tore geschossen haben, verbessert zu haben. Pummer möchte immer wieder junge Spieler so verbessern, dass sie für einen Bayernligisten nicht mehr zu halten sind.

Auch jetzt sieht er wieder in seinem Kader junge Talente, aus deren Potenzial viel heraus zu holen ist. Von der ersten Ligaminute an könnte etwa Max Gillmeier seine Karriere anschieben. Der 18-jährige Torwart ist gebürtiger Unterföhringer und kommt von der A-Jugend des FC Ismaning. Er steht beim ersten Heimspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den BCF Wolfratshausen im Tor. Gillmeier überzeugte in der Vorbereitung und profitiert davon, dass der seit Monaten verletzte Sebastian Fritz noch ein paar Wochen braucht. Und Pummer ist bei jungen Leuten wie Gillmeier die personifizierte bayerische Bierruhe: „Er ist für sein Alter sehr weit, wird aber irgendwann Lehrgeld bezahlen.“

In der vergangenen Saison gehörte der FCU lange zu den besten fünf Mannschaften der Liga und zerlegte so manch nominell stärkeren Kontrahenten. Pummer hält an seiner offensiven Philosophie ohne Wenn und aber fest: „Ich kenne nichts anderes und will auch nichts anders spielen lassen.“

Die Achillesferse der Unterföhringer ist zweifelsohne der nicht vorhandene Angriff. Alexander Hollering gilt auf dem Papier als Stürmer, ist aber eher ein Mann für die Außenbahn. In der Vorbereitung kristallisierte sich die Notlösung heraus, dass Andreas Faber als falsche Neun kicken wird. Der ist zwar alles andere als ein Strafraumkämpfer, aber hat eine eingeimpfte Torgeilheit.

Die Unterföhringer haben auch diese Saison einen der jüngsten Kader der Liga mit dem Durchschnittsalter von 23,77 Jahren. Im Zentrum verfügt das gewachsene und größtenteils auch außerhalb des Fußballplatzes befreundete Team über erfahrene Leute, die Riesenfußballer mit Führungsqualitäten sind. Da wären einmal auf der Sechs der wieder gesunde Ex-Profi Yasin Yilmaz und der 49-malige Liechtensteiner Nationalspieler Martin Büchel. Davor auf der Zehn steht mit Neuzugang und Königstransfer Daniel Jungwirth ein weiterer Ex-Profi, der es mit seinen 33 Jahren noch einmal im gehobenen Amateurfußball wissen will. Um das Trio herum schwirrt ein eingeschworener Haufen und junge Talente, aus denen der FCU zu gerne seinen nächsten Bekiroglu formen würde.

Aufstellung: Gillmeier – Schlottner, Brandstetter, Eder, Mayer – Büchel, Yilmaz – Arkadas, Jungwirth, Hollering (Segashi) – Faber.

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Quelle: fussball-vorort.de

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