Unterföhring vertraut der Aufstiegself

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Trainer Alexander Ebner gibt den Klassenerhalt als Saisonziel aus

Unterföhring - Erstmals in seiner 83-jährigen Klubhistorie steht der FC Unterföhring vor einer Spielzeit in der Landesliga. Trainer Alexander Ebner vertraut seinen Jungs glaubt an den Klassenerhalt.

Nach sechs Jahren Bezirksoberliga, in denen man „immer vorne dabei war“, wie der Erste Vorstand Franz Faber betont, gelang nun in der vergangenen Saison endlich der Sprung nach oben. Trainer Alexander Ebner hatte die Mannschaft vor zwei Jahren übernommen. Nach einem sechsten Platz in seiner ersten Saison musste man in der abgelaufenen Runde „nach einem Bilderbuchstart“ mit zehn unbesiegten Partien völlig unverhofft sechs Niederlagen in Serie einstecken.

In der Rückrunde schwang sich die Ebner-Elf jedoch zur besten Mannschaft auf und sicherte mit fünf Siegen in den abschließenden fünf Begegnungen endgültig den „größten Erfolg in der Vereinsgeschichte“, wie der 39-jährige Übungsleiter stolz erläutert.

Als Prunkstück erwies sich dabei die Abwehr, welche in 30 Spielen lediglich 31 Gegentreffer zuließ. Doch ausgerechnet die Defensive bereitet dem Coach nun Kopfzerbrechen. Die Vorbereitung verlaufe bislang „nicht zufriedenstellend“, moniert er, einer derben 1:9-Klatsche in der Vorwoche bei Lokalkonkurrent FC Ismaning (immerhin Vizemeister der Bayernliga) folgte am Mittwoch eine 2:3-Pleite beim Bezirksligisten SV Aubing.

Diese Defizite gilt es nun schnellstmöglich auszumerzen, stehe dem FCU doch ohnehin eine „extrem harte Saison“ bevor, wie Vorstand Faber befürchtet, „das wird kein Selbstläufer“. Auch der Trainer rüstet sich für einen „Kampf gegen den Abstieg“ und gibt als warnendes Beispiel den TSV Eching an, der sich als Aufsteiger nach nur einem Jahr letztlich sang- und klanglos wieder verabschieden musste. Zumal dieses Vorhaben durch den Umstand erschwert wird, dass wegen des Baus einer Fernwärmeleitung der eigene Platz noch gesperrt ist und die ersten vier Spiele alle auswärts ausgetragen werden müssen.

Personell vertraut man der Aufstiegself - zunächst

Personell vertraut man in der Landesliga wohl zunächst der Aufstiegself. Bis auf Torsteher Filip Vidovic, der vom SV Heimstetten kam, hätten die restlichen sechs Neuzugänge bereits vor dem letzten Spieltag festgestanden, unterstreicht Faber. Insbesondere „in der Breite sind wir gut aufgestellt“, meint er, zudem sei man seiner Philosophie treu geblieben und habe vorwiegend junge Spieler aus unteren Ligen verpflichtet. Der Trainer sieht indes trotz der bescheidenen Testspiel-Ergebnisse seine „starke Abwehr“ als Basis für den Klassenerhalt, zudem könne man „besser Fußball spielen“, als man dies zuletzt gezeigt habe.

Am Samstag steht nun zunächst noch das Finalturnier der letzten Vier des Kreissparkassenpokals in der Sportschule Oberhaching an, spätestens nach dem abschließenden Test am Montag gegen Bayernligist 1860 Rosenheim sollten jedoch die „vielen offenen Fragen“, die sich Ebner derzeit noch stellen, beantwortet sein. Denn bereits am Sonntag kommender Woche startet dann das Abenteuer Landesliga für den FC Unterföhring mit der Partie beim BCF Wolfratshausen.

von Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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