"In Niederbayern machen die mehr das Spiel kaputt, als dass sie mitspielen"

Unterföhring will knifflige Aufgabe in Bogen lösen

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Der FC Unterföhring will, wie hier Leonhard Mayer gegen den TSV Kottern, den zweiten Platz verteidigen.

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring wird langsam, aber sicher, heimisch auf dem zweiten Platz in einer verrückten Bayernliga, in der die besten sieben Mannschaften nur vier Punkte voneinander getrennt sind. Am Freitag steht für den FCU beim TSV Bogen noch eine weitere knifflige Aufgabe an.

Präsident Franz Faber ist immer für einen Spruch gut, aber auch er passt sich derzeit an die Politik der leisen Worte an. „Auf dem zweiten Platz bist du zementiert, wenn du von den Teams dahinter ein paar Punkte weg bist“, sagt Faber. Genau das ist aber nicht der Fall und deshalb halten die Unterföhringer den Ball flach und warten erst einmal den heißen Oktober ab, der nach dem Auftritt in Bogen die Megaspiele gegen Tabellenführer Landsberg und Topfavorit Garching bringt. Faber freut sich schon einmal, dass heuer mehr Zuschauer den Weg an die Bergstraße finden.

Bezüglich eines Antrags auf die Regionalliga-Lizenz sagt der oberste Klubfunktionär weder ja noch nein. „Das ist ein Thema für die Winterpause“, sagt Faber. Somit kann der Verein nun erst einmal die Spitzenspiele abwarten. Oder auch Bogen: „Das in Niederbayern ist immer zäh, weil die mehr das Spiel kaputt machen als dass sie mitspielen.“

Einen Angriff auf die höchste bayerische Amateurklasse kann sich Faber sportlich vorstellen. „Wir haben das Potenzial, um bis zum Ende oben dabei bleiben zu können“, sagt der FCU-Boss. Unterföhring habe auch eine Trumpfkarte mit dem breiten Kader, „der 80 Prozent der Positionen doppelt besetzt“. Derzeit fällt es kaum ins Gewicht, dass Stammspieler wie Abwehrchef Andreas Brandstetter oder Außenverteidiger Alexander Schneider seit Wochen verletzt fehlen.

Weitere Verpflichtungen in der Winterpause für einen Regionalliga-Angriff sind derzeit nicht vorgesehen. „Wenn etwas passiert, dann wird es Glückssache“, sagt Faber. Zum Finale des Sommertransferfensters wäre ja fast noch der Stürmer Chaka Ngu’Ewodo eingeflogen. Er hatte einen Gesprächstermin in Unterföhring, unterschrieb dann aber einen Tag vorher beim SV Pullach. Der Spieler aus Feldmoching war vor der Saison bereits in Unterföhring, doch da war ihm der Weg zum Training noch zu weit. Als er sich einige Wochen später nochmals meldete, überredeten einige Leute beim FCU den Präsidenten, die Personalie noch einmal anzugehen. Dass der Deal unter etwas dubiosen Umständen wieder platzte, überrascht Franz Faber nicht. Und die Trauer hält sich auch in Grenzen. Der zweite Tabellenplatz zeigt ja, dass der FCU sehr viel richtig gemacht hat.

Quelle: fussball-vorort.de

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