Unterföhring wundert sich über Fabers Rote Karte

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Weiß wie’s geht: Hollering (r.) rückt ins Sturmzentrum, weil Faber gesperrt ist.

FC Unterföhring - Fußballspiele in Erlbach sind meist sehr stark vom Kampf geprägt, um es mal vorsichtig zu formulieren, aber das endet in der Regel mit dem Schlusspfiff. Die Geschehnisse vom Mittwoch sind für den FC Unterföhring jetzt gegen den FC Pipinsried eine zusätzliche Hypothek.

Der FCU hatte in der 92. Minute mit der letzten Aktion des Spiels den Elfmeter zum 2:2 kassiert. Dann spielten sich tumultartige Szenen auf dem Rasen ab mit Spielern und Zuschauern. Tiefpunkt des ganzen war die Rote Karte für Andreas Faber, der sich mit Zuschauern im Getümmel angelegt haben soll. Faber selbst zuckt mit den Schultern: „Die Schiedsrichter haben sich darauf geeinigt, dass ich einen Zuschauer geschubst haben soll.“

„Zu mir hat er gesagt, dass er nichts gemacht hat“, erklärt Trainer Andreas Pummer, der seinen Schützling in Schutz nahm. Den Coach ärgerte viel mehr der aggressive Platzsturm der Erlbacher Fans: „Auf dem Platz hat von denen keiner etwas verloren und der kaum vorhandene Ordnungsdienst hat eher eskalierend als deeskalierend gewirkt.“

Sportlich ärgerte den FCU das Elfmetertor mit der letzten Aktion. Pummer wurmte zum ersten der Ballgewinn von Jakub Dora an der Mittellinie: „Wenn überhaupt, dann war das ein Foul an unserem Spieler.“ Dora soll dann auch noch das Foul zum Elfer bei dem Freistoß begangen haben: „So einen Elfmeter gibt es nur in Erlbach und dort auch nur vor dem Heimtor.“ Das Unentschieden bewertete der Coach des FCU als „eine gefühlte Niederlage, weil wir das Spiel über weite Strecken beherrscht haben.“

Am Samstag im Heimspiel gegen Pipinsried (16 Uhr) müssen die Unterföhringer definitiv auf Andreas Faber verzichten. Dann heißt es abwarten, was der Schiedsrichter in seiner Stellungnahme geschrieben hat und wie sich die Föhringer bei der Anhörung des Sportgerichtes äußern.

Pummer wird nun Alexander Hollering in das Sturmzentrum vorziehen. Auf dessen etatmäßiger Position an der linken Außenbahn darf munter spekuliert werden. Mit Arbnor Segashi, Jakub Dora und Pascal Putta stehen drei Kandidaten für die Startelf bereit. Pummer lässt sich mit dieser Entscheidung noch Zeit.

Im zweiten Heimspiel der Saison sollen die Punkte vier bis sechs einkassiert werden. Pummer warnt aber vor den Pipinsriedern: „Wer in der letzten Saison Relegation zur Regionalliga gespielt hat, kann nicht schlecht sein. Außerdem sind die meisten Spieler im Kader geblieben.“ Das Ziel Klassenerhalt des extravaganten Präsidenten Konrad Höß wischt Pummer lachend vom Tisch: „Der Konni ist halt ein alter Fuchs und weiß genau, wie er den Druck von der Mannschaft nehmen kann.“

Aufstellung: Gillmeier – Schlottner, Brandstetter, Eder, Mayer – Büchel, Yilmaz – Arkadas, Jungwirth, Segashi (Dora) – Hollering.

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Quelle: fussball-vorort.de

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