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SpVgg will Stadion übernehmen

Unterhaching: Aufrüsten für Liga zwei

Momentan nicht zweitligatauglich: Der Sportpark in Unterhaching muss saniert werden. Foto: Becker

Das Dokument, das die SpVgg Unterhaching nun ganz schön in die Offensive drängt, ist vor drei Monaten veröffentlicht worden. Im Juli legte die Gemeinde Unterhaching die sogenannte „Prioritätenliste für kommunale Bauprojekte“ vor, die verrät, wann genau sie sich welchem Bauvorhaben annimmt. 

Dieser Liste durfte der Drittligist schon damals entnehmen, dass das Fußballstadion, das der Gemeinde gehört, erst ab 2021 saniert werden soll.

Die SpVgg will aber schon in zwei bis drei Jahren in die 2. Bundesliga vorstoßen. Vielleicht mischt sie sogar schon im kommenden Frühjahr um den Aufstieg mit. Doch erwartet sie im Fall des Erfolgs ein großes Problem: Der Hachinger Sportpark genügt den Anforderungen der 2. Liga nicht.

Also tüftelt der Klub gerade an einem Alternativplan. Die Idee: Die SpVgg übernimmt das Stadion auf der Basis von Erbbaurecht. Sie versucht, den Gebäuderiegel von Gaststätte und Geschäftsstelle um ein Etage aufzustocken, um dort in Zukunft auch Gemeindeprojekte – etwa einen Kinderhort oder eine Mittagsbetreuung – unterbringen zu können. Im Gegenzug müsste die Gemeinde zeitnah in die überfällige Stadionsanierung investieren. „Das wäre doch ein guter Deal, der für alle passt“, sagt SpVgg-Präsident Manfred Schwabl.

Der aktuelle Pachtvertrag, der Ende der 1990er-Jahre ausgehandelt wurde, gilt als klubfreundlich – und kostet die Gemeinde eine Menge Geld: für Rasenpflege, für Instandhaltung. Weit über eine Million Euro pro Jahr. Auch jetzt, in der 3. Liga. Dieser Vertrag, den mancher Kommunalpolitiker lieber heute als übermorgen auflösen würde, läuft noch bis 2020. Und: Die SpVgg hat die Option, den Vertrag bis 2025 zu verlängern. Die Kosten für eine sofortige Stadionsanierung im Aufstiegsfall kämen noch hinzu.

Der Profiklub schlägt nun vor, das Stadion ab dem 1. Juli 2018 auf der Basis von Erbbaurecht für einen Zeitraum von 30 bis 50 Jahren zu übernehmen – mit der jährlichen Zahlung eines Erbzinses. Ein Deal, der der Gemeinde die laufenden Kosten ersparen würde. Im Fall des Aufstiegs wären das bis 2025 etwa zehn Millionen Euro.

Als Gegenleistung stellt die SpVgg drei Forderungen: Die Osttribüne, derzeit wegen leichten Bodensetzungen komplett gesperrt, muss wieder generell zugänglich gemacht werden. Das Baurecht für den Gebäudetrakt hinter der Süd-Stehplatztribüne soll erweitert werden. Und die „offenen Ecken“ der eigenen Fankurve sollen geschlossen werden – um die Zuschauerkapazität zu erhöhen, aber auch um den Lärmschutz zu verbessern.

Die Gemeinde Unterhaching zeigte sich gegenüber den Plänen als „generell aufgeschlossen“.

Quelle: fussball-vorort.de

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