Bigalke und Müller fehlen

Unterhaching mit Härtetest in Cottbus

Der laut Manfred Schwabl Oberverrückte Hans-Dieter „Pele“ Wollitz (vom Haching-Boss positiv gemeint) grüßt mit Energie Cottbus von der Tabellenspitze der 3. Liga. Foto: Ronny Hartmann/dpa

Die SpVgg Unterhaching muss beim Auswärtsspiel am Mittwoch (19 Uhr) ohne wichtiges Stammpersonal auflaufen. Und das ausgerechnet beim aktuellen-Drittliga-Tabellenführer FC Energie Cottbus.

 Auf die SpVgg Unterhaching wartet heute ein schweres Auswärtsspiel im Bundesland Brandenburg. Die Hachinger müssen im Stadion der Freundschaft beim FC Energie Cottbus bestehen. In dem mit rund 22?000 Zuschauerplätzen umfassenden Stadion haben die Rot-Blauen in bisher sechs Anläufen noch nie gewonnen. Der souveräne Aufsteiger aus Cottbus (89 Punkte, nur eine Niederlage in 34 Spielen der Regionalliga-Saison 2017/2018) steckt nach Jahren des Mittelmaß wieder stark im Aufwind. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, die einst von 2000 bis 2003 sowie von 2006 bis 2009 sechs Jahre lang in der Bundesliga gespielt hat, gewann seine beiden bisherigen Spiele gegen Hansa Rostock (3:0) und zuletzt beim SV Wehen-Wiesbaden (2:0) souverän und ohne Gegentor und führt aktuell die Drittliga-Tabelle an.

Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt fehlen den Hachingern für das schwere Auswärtsspiel in der Lausitz zwei wichtige Spieler. Der offensive Außenbahnspieler Jim-Patrick Müller, der beim Saisonauftakt in Uerdingen (3:1) zwei Tore erzielt hatte, musste am Samstag im letzten Heimspiel gegen den VfR Aalen (0:0) wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel früh ausgewechselt werden und fällt aus. Die Verletzung entpuppte sich mittlerweile als Muskelnbündelriss, der eine runde sechswöchige Zwangspause zur Folge hat.

Haching-Boss Manfred Schwabl ärgert sich zwar über den Ausfall Müllers, ist andererseits aber auch erleichtert, denn: „Ich dachte erst, es ist etwas am Knie, hatte befürchtet, es ist das Kreuzband. Da ist ein Muskelbündelriss das kleinere Übel.“

Auch Sascha Bigalke darf in Cottbus nicht spielen. Der Liga-Top-Vorlagengeber der vergangenen Saison (14 Assists) hatte sich gegen Aalen innerhalb nur weniger Sekunden zwei gelbe Karten in Serie wegen Meckerns eingehandelt und fällt somit wegen seiner Gelb-Rot-Sperre aus. „Das tut für ihn weh in Cottbus und auch für uns“, meint SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm zum unnötigen Ausfall seines Offensivspielers. Möglichkeiten, um die Ausfälle zu kompensieren sieht der Fußballlehrer zuhauf. Er nennt dabei sowohl defensiv als auch offensiv ausgerichtete Lösungsmöglichkeiten.

Am wahrscheinlichsten gilt, dass Schromm den zuletzt gegen Aalen überraschend aus dem Kader gestrichenen Orestis Kiomourtzoglou in die Mittelfeldzentrale neben Dominik Stahl von Beginn an einsetzt, um den zuletzt auf dieser Position spielenden Lucas Hufnagel eine Position nach vorne zu ziehen. „Wir haben alle Positionen doppelt besetzt. Und wer die Qualität und die Einätze hat, bekommt seine Einsätze“, sagt dazu Schwabl, der sich nach der vielleicht doch etwas enttäuschenden Nullnummer am Wochenende gegen den VfR Aalen auf das heutige Spiel in Cottbus freut: „Was gibt es Schöneres, als gleich wieder eine Herausforderung? In Cottbus ist auch der Oberverrückte Pele Wollitz als Trainer, der ist immer eine Schau. Ich fahre da gerne hin.“

SpVgg Unterhaching:Königshofer - Schwabl, Endres, Winkler, Dombrowka - Stahl, Kiomourtzoglou - Porath, Hufnagel, Marseiler - Hain

Quelle: fussball-vorort.de

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