Unterhaching-Manager Meidert tritt zurück

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Erich Meidert ist nicht länger Haching-Manager

Unterhaching - Er war erst seit Juli Manager der SpVgg Unterhaching - doch jetzt ist die Amtszeit von Erich Meidert beim Drittligisten schon wieder beendet.

Die SpVgg Unterhaching kommt einfach nicht zur Ruhe. Während der Drittligist sportlich auf einem guten Weg scheint, kracht es nun wieder hinter den Kulissen. Erich Meidert, 54, trat gestern überraschend nach lediglich drei Monaten im Amt als Manager zurück. Der Posten wird nun gar nicht mehr neu besetzt, fortan teilen sich Geschäftsstellenleiter Reinhold Betzendörfer und der Kaufmännische Leiter Walter Leidecker diese Funktion.

„Ich kann mich nicht zweiteilen“

„Ich kann mich nicht zweiteilen“, erklärte Meidert seinen Rückzug, „die Geschäfte meiner Firma sind mir wichtiger, die haben Priorität.“ Diplomatische Worte sind das zum Abschied, schließlich ist bekannt, dass Meidert mit dem Sportlichen Leiter Francisco Copado schon seit langem gründlich über Kreuz gewesen ist. Mitte August war es intern zum Machtkampf zwischen den beiden gekommen. Meidert ging an und für sich als Sieger aus dem Kompetenzgerangel hervor – jedoch hat dieser Sieg offensichtlich nicht lange gehalten. „Wenn man ein altes Gebäude renoviert, fällt halt Müll an“, beschwichtigte Meidert damals, der Müll sei nun entsorgt.

Ein Fall für Saubermänner wurde Unterhaching dennoch nicht. Seit der Märzrevolution, in deren Verlauf Norbert Hartmann nach über 25 Jahren als Manager Platz machen musste, wartet man vergeblich auf Kontinuität. Zuletzt sah es so aus, als würde Meidert, der mit großen Ansprüchen angetreten war, der neue starke Mann werden. Der Eindruck täuschte. „Wir haben uns in Freundschaft getrennt“, sagte Engelbert Kupka, der Klubchef wandelt auch gekonnt auf diplomatischen Parkett. Seit Monaten geistert das Gerücht durch den Hachinger Sportpark, ein mächtiger Mäzen werde demnächst Millionen in den Klub stecken.

Die Hintergründe blieben bisher nebulös, nur kleine Mosaiksteinchen sickerten durch, ohne ein echtes Bild zu ergeben: Es handle sich um einen steinreichen Grünwalder, der sogar nach Inkrafttreten aller Vereinbarungen anonym bleiben wolle, und bei der Vermittlung sei Karl-Heinz Wildmoser jr. beteiligt gewesen. Womöglich trat Meidert auch zurück, weil die Finanzierung des klammen Klubs wieder mehr denn je infrage steht. Bisher wurde die Sache nie offiziell.

Klaus Kirschner

Quelle: fussball-vorort.de

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