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Vandalismus in Neuching: So will die Gemeinde Übeltätern auf die Schliche kommen

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Von: Bernd Heinzinger

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Vandalismus in Neuching: unter anderem wurden am Bolzplatz der Schule Scherben entdeckt (Symbolbild). © C. DÖRR

Im Neuchinger Gebiet treiben derzeit Vandalen ihr Unwesen – darüber wurde der Gemeinderat in seiner Sitzung informiert. Den Übeltätern will man nun auf den Pelz rücken.

Neuching – An der Grundschule Niederneuching sei unter anderem ein Kinderroller zerstört worden, am Feuerwehrhaus im gleichen Ortsteil wurden einige Dachplatten beschädigt. Die Täter hätten diese dermaßen ungünstig in die Regenrinne geworfen, dass der Ablauf verhindert wurde. Bei einer Biomülltonne sei zudem mutwillig der Deckel entfernt worden.

Im Bereich des Bolzplatzes an der Schule liegen immer wieder Müll und zerbrochene Glasflaschen auf dem Boden. Diese gefährden zum einen spielende Kinder, zum anderen die Nachbarn. Denn der Müll „wandere“ bis auf deren Grundstück.

Bürgermeister Thomas Bartl (CSU) berichtete von einem weiteren Fall: „Eine Mutter erzählte mir, dass während der Schulzeit die Roller beider Kinder geklaut wurden.“ Die Räte rätselten, wie man dem Problem Herr werden könne.

Elisabeth Ertl (CSU) wollte wissen, ob Überwachungskameras möglich seien. Schnell war jedoch klar, dass dies aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sei. Dann helfe wohl nur noch ein Aufruf, beispielsweise im Gemeindeblatt, so Ertl. „Wir können nicht viel machen, außer an die Vernunft zu appellieren.“

Martin Bichlmaier (SPD) hatte auch das Gemeindeblatt im Sinn, würde aber etwas weiter gehen: „Warum fragen wir dort nicht nach, ob jemand etwas weiß und loben vielleicht eine Belohnung von 200 Euro aus?“ Denn die Vandalen sollten ruhig nervös werden. Die Gemeinde könne damit Druck aufbauen.

Weil die Täter häufig am späten Nachmittag oder abends aktiv werden, könnten laut Beatrix Ertl Bewegungsmelder recht hilfreich sein. Bürgermeister Bartl nahm die Vorschläge auf, eine Entscheidung über Maßnahmen gab es in der Sitzung indes noch nicht.  

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