Ohne Sperer zum Abstiegsgipfel

Verlieren verboten für SV Krün gegen TSV Benediktbeuern

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Da geht’s runter: Thomas Sperer verlässt verletzt den Platz. Der Mittelfeldspieler fehlt dem SV Krün auch beim wichtigen Duell gegen Benediktbeuern.

Verlieren verboten – unter diesem Motto gehen die Kicker des SV Krün an diesem Sonntag in das alles entscheidende Abstiegsduell gegen den TSV Benediktbeuern. „Ich hoffe nach wie vor, dass der Knoten bei uns noch platzt und wir unsere Chancen reinmachen“, sagt Trainer Tom Mürnseer mit einem Schuss Zweckoptimismus in der Stimme.

„Ich glaube jedenfalls fest daran, dass wir die Liga noch ohne Umwege halten können.“ Was sollte ein Coach angesichts der prekären Situation auch anders sagen.

Der Umweg wäre die Relegation, die momentan ebenso im Raum steht wie der direkte Gang eine Etage tiefer in die A-Klasse. Dazu würde es kommen, wenn Krün die Begegnung gegen die Beurer in den Sand setzt und gleichzeitig der TSV Schäftlarn beim SV Münsing-Ammerland erfolgreich sein sollte.

Viele Unwägbarkeiten‚ auf die Mürnseer am liebsten verzichten würde. „Verlieren dürfen wir definitiv nicht.“ Im besten Fall bleibt Krün direkt drin. Wofür es verschiedene Szenarien gibt, sobald der ASV Eglfing in Bad Kohlgrub nicht als Sieger vom Platz geht. Trennen sich die beiden Kontrahenten unentschieden, steht Eglfing bei 28 Punkten. Krün braucht dann unbedingt einen Sieg, um vorbeizuziehen. Verliert der ASV und bleibt somit bei 27 Zählern, würde den Isartalern sogar schon ein Unentschieden reichen.

„Wir müssen aber erst einmal versuchen, zu unserem Spiel zu finden, bevor wir uns zu sehr mit anderen Spielorten beschäftigen“, fordert Mürnseer volle Konzentration von seinen Fußballern – wohlwissend, dass um den Krüner Sportplatz viele genau informiert sein werden, wie es in den anderen Partien steht. „Für uns gilt es, unsere Hausaufgabe zu machen, und dann sehen wir weiter.“

Doch Nervosität wird sich im Dunstkreis der Krüner allerorten breitmachen. Das will selbst Mürnseer nicht verhehlen. „Klar ist eine gewisse Anspannung vorhanden, und auch ein kleines bisschen Verunsicherung ist erkennbar.“ Entscheidend werde sein, „die Zweikämpfe anzunehmen und für uns zu entscheiden“.

In puncto Personal steht Krüns Übungsleiter ein ähnlicher Kader zur Verfügung wie vergangene Woche in Schlehdorf. Lediglich Thomas Sperer, der sich dort bei einem Zusammenprall eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, wird definitiv ausfallen. „Das ist natürlich ein schwerer Schlag für uns“, bedauert Mürnseer, hofft aber gleichzeitig auf einen Einsatz von Florian Eckereder, dem momentan noch der Oberschenkel etwas Probleme bereitet. „Wir sollten trotzdem positiv in die Partie gehen“, wünscht sich Krüns Trainer, „und daran glauben, dass wir es schaffen können“.

VON ANDREAS KÖGL

Quelle: Merkur.de

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