Der BCF und die vermaledeite Schlussphase

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Schluss ist erst, wenn der Schiedsrichter abpfeift: Nach dem 2:0 durch Lamine Guèye (re.) in der 80. Minute sah es so aus, als sei der BCF in Landsberg durch. Doch die Gastgeber glichen in der Schlussphase aus.

BCF Wolfratshausen - Nachspielzeit ist Leidenszeit. Der BCF Wolfratshausen erkämpfte sich zwar ein 2:2 beim TSV Landsberg, verspielte aber zum zweiten Mal binnen einer Woche einen Vorsprung in der Schlussphase.

Farchets Kicker punkten ohne Unterlass. Mit Ausnahme des Auftaktspiels beim VfB Eichstätt holte der Ballclub bisher in jeder Partie Beute: drei Siege, drei Unentschieden. Für eine Mannschaft, die sich vor nicht allzu langer Zeit mittels Relegation vor dem Abstieg rettete, kein schlechter Wert. Und dennoch: Die Ansprüche steigen automatisch mit jedem dieser kleinen Erfolgskapitel.

Wohl auch deswegen schwankte Reiner Leitl bei der Einschätzung des samstäglichen Treibens. Farchets Cheftrainer verwies auf sechs Partien ohne Niederlage in Serie und fragte: „Was will man mehr?“ Die Antwort gab er sich im gleichen Atemzug selbst: „Punkte.“ Deren sechs gehen nach Meinung des Übungsleiters wegen Fahrlässigkeiten in entscheidenden Momenten ab. Vergangene Woche gewährten die Wolfratshauser dem TSV Dachau in der Schlussminute den Ausgleich. Und auch beim jüngsten Pflichttermin in Landsberg passierte ein ähnliches Malheur.

Zehn Minuten vor Spielende wies die Anzeigetafel im Hacker-Pschorr-Sportpark einen klaren Spielstand aus: 0:2. „Wir haben Landsberg am Boden gehabt“, konstatierte Leitl. Kristijan Cabraja unmittelbar nach der Halbzeitpause sowie Lamine Guèye nach einem Konter in besagter 80. Minute hatten für klare Verhältnisse gesorgt. Zumindest konnte man das annehmen.

Was sich danach abspielte, bezeichnete Leitl als „emotionale Schlussphase“. Die knapp 500 Zuschauer in Landsberg feuerten ihre Elf lautstark an und trieben den TSV nach vorne. Leitl wollte Schiedsrichter Fridolin Angerer nicht unbedingt die Schuld an den folgenden Ereignissen zuweisen, unterstellte dem Spielleiter aus Böbing aber eine leichte Bevorzugung der Gastgeber. Beeinflusst vom Publikum und den TSV-Spielern habe Angerer zu leicht Freistöße für die Hausherren rausgerückt, befand der Coach. Anders auf der Gegenseite: Vor der Pause war der aus BCF-Sicht gerechtfertigte Elfmeterpfiff nach einem Foul an Mitch Rödl ausgeblieben.

Sein Team nahm Leitl aber nicht aus der Pflicht: Ein Spiel dauere eben 93 Minuten oder länger. Vorzeitiges Abschalten wie beim Ausgleichstreffer durch Maximilian Süli sollte seiner Elf eine Lehre sein. Keiner seiner Kicker habe sich in dieser Situation so gewehrt, als wolle er „den Sieg unbedingt heimbringen“. Sechs Minuten zuvor hatte Manuel Kluge im Tor der Flößerstädter einen Flugball von der Mittellinie nur abgeklatscht. Aus einer dichten Spielertraube stocherte Benjamin Hauke das Spielgerät zum 1:2 über die Linie. Leitl ist überzeugt, dass die Erfahrungen vom Samstag seine Jungs nerven. „Sie sind weit näher am Sieg“ gewesen als Landsberg dem Ausgleich. Für ausschweifendes Bedauern bleibt derweil nur wenig Zeit. Bereits am Mittwoch gastiert die DJK Vilzing in Farchet. Ein weiterer Aufsteiger.

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Quelle: fussball-vorort.de

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