Was macht eigentlich...?

Veronika Wöhrl vermisst eine „richtige Mannschaft“

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Vielleicht sieht man sie bald wieder im Landkreis: Auf diesem Foto vom Oktober 2017 trägt Veronika Wöhrl (am Ball) das Dress der HSG Freising-Neufahrn. Ob sie in hiesige Gefilde zurückkehrt, hängt auch von ihrem Studium ab.

Palzing, Freising – und jetzt Salzburg. Veronika Wöhrl, eines der größten Talente im Landkreis Freising , ist dem Handballsport treu geblieben. Ihr Prioriäten setzt sie inzwischen aber anders.

Landkreis – Was macht eigentlich Veronika Wöhrl? Die Handballerin überragte vor ein paar Jahren beim SVA Palzing in der A-Jugend-Landesliga und wechselte nach einigen Überlegungen von der Damenmannschaft aus dem Ampertal zur HSG Freising-Neufahrn. Dort wurde ihr Talent erkannt und sie hatte anfangs auch Erfolg. Der berufliche Weg sah bei Veronika Wöhrl aber erst einmal anderes vor, als sich in der Domstadt in der Bayernliga-Truppe mehr als zwei Runden lang zu betätigen.

Veronika Wöhrl steht kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss

Die mittlerweile 23-Jährige zog wegen ihres Studiums nach Salzburg, ist kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss. Mit ihrem dortigen Verein SHC Salzburg spielt sie in der oberbayerischen Bezirksoberliga – neben Innsbruck nehmen die Salzburgerinnen dort als zweites österreichisches Team teil: „Andere Vereine gibt es in der Umgebung nicht, daher sind wir in Bayern in der Runde.“ Allerdings fühlt sich Veronika Wöhrl beim SHC nicht sonderlich wohl: „Es gibt keinen richtigen Mannschaftskern. Hauptsächlich sind Studentinnen dabei, die teils nach drei Monaten schon wieder weg sind.“ Die meisten Spiele würden dazu im Münchner Raum stattfinden: „Da haben wir manchmal nur fünf bis sechs Frauen im Kader.“ Das Ergebnis des „zusammengewürfelten Haufens“: Salzburg ist abgeschlagen Letzter.

Das Niveau der Liga würde Wöhrl mit dem Stand in Altbayern vergleichen, dort könnte sie wohl mindestens in der Bezirksoberliga eine gute Rolle spielen. Zehn Tore im Schnitt hat sie für ihre Mannschaft geworfen, ist damit die beste Schützin.

Veronika Wöhrls Stärken: Schnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit

Wie will sie weitermachen? Nach dem Bachelor (Sportwissenschaft) geht’s vielleicht noch zum Master – ob sie den in Salzburg oder München machen will, ist noch nicht klar. Wie es mit ihr sportlich weitergeht, das kann die junge Frau noch nicht sagen. Als Rückraumspielerin könnte sie auch der HSG Freising-Neufahrn helfen: „Ich bin nicht groß. Meine Stärken sehe ich eher in der Schnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit.“ Bayernliga oder – je nach Wertung der Saison – auch Landesliga würde sie sich auf alle Fälle künftig noch zutrauen. In Palzing oder bei der HSG würde sie sich auf jeden Fall wohler fühlen als in Salzburg: „Eine richtige Mannschaft ist schon was Besseres.“

Derzeit ist sie wegen der Semesterferien sowieso in ihrer alten Heimat. Und wer weiß: Vielleicht wird man Veronika Wöhrl in naher Zukunft wieder in einer der Hallen im Landkreis sehen können.

Zur neuen Serie

Das Freisinger Tagblatt stellt in loser Folge Sportlerinnen und Sportler vor, die ihre aktive Laufbahn beendet haben, aus dem Landkreis weggezogen sind oder einen völlig neuen Weg
eingeschlagen haben.
Bernd Heinzinger

Quelle: Merkur.de

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