BCF verspielt zwei Trumpfkarten

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Ein Wiedersehen mit dem Ex-Kollegen Attila Arkadas (li.) gab es für Marco Höferth und den BCF bei der 1:2-Niederlage in Unterföhring.

BCF Wolfratshausen - Einen Dämpfer musste der BCF Wolfratshausen zum Auftakt hinnehmen: Bei der 1:2-Niederlage in Unterföhring fehlte zunächst die Lufthoheit, dann die kreativen Eingebungen.

Trübsal über eine absolut unnötige Niederlage machte sich nach dem Schlusspfiff rund um die Wolfratshauser Spielerbank breit. „Drei Runden locker auslaufen“, ordnete Co-Trainer Günter Wernthaler an. Sein kickendes Personal leistete widerwillig Folge. Lieber schnell in die Kabine, nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Aber nein: Zuvor musste man sich vom Chefcoach noch anhören, dass man im Prinzip trotz einer unterm Strich braven und ordentlichen Vorstellung entscheidende Aspekte falsch angegangen war. Reiner Leitl sprach von „hausgemachten Gegentoren“. Solche, wie man sie „nicht kriegen darf“.

In der Tat stellten sich die Gäste bei den beiden Unterföhringer Treffern ziemlich dämlich an. Ursprung war jeweils ein ruhender Ball aus dem Halbfeld. BCF-Keeper Kevin Pradl vergaß kurzerhand, dass sich sein Territorium keineswegs nur auf die Torlinie erstreckt, und Alexander Hollering nickte per Aufsetzer aus vier Metern ein. Beim Siegtreffer der Münchner Vorstädter bewachte Wolfratshausens Defensivsparte energisch den Raum im eigenen Sechzehner – mehr allerdings auch nicht. Andreas Faber spritzte in die Kopfballablage, donnerte den Ball unter die Querlatte – 1:2.

Somit war der erste von zwei Vorteilen des BCF dahin: Die frühe Führung. Erzielt durch einen, wie gewohnt für normalsterbliche Torhüter unhaltbaren Hochgeschwindigkeits-Elfmeter von Marco Höferth. Basti Pummer war zuvor von FCU-Keeper Max Gillmeier tollpatschig umgerannt worden.</p> <p>Mit dem zweiten Trumpf – einer gut 50-minütigen Überzahl – wussten die Flößerstädter schlicht nichts anzufangen. Unterföhrings Yasin Yilmaz hatte sich bei eigenem Freistoß bei einer sinnlosen Diskussion mit dem Schiedsrichter um den genauen Ausführungsort einen Platzverweis eingehandelt (37.). Pummers Lattenknaller nährte die Hoffnungen auf eine Wende. Doch nach dem Seitenwechsel wählte Farchet zu häufig das falsche Mittel, spielte den nummerische Vorteil „nicht sauber“ (Leitl) aus. „Immer durchs Zentrum, anstatt über die Außen“, kritisierte der Trainer.

Seine Überzeugung im Vorfeld der Partie, fehlende Stammkräfte wie Christian Duswald, Michael Marinkovic oder Jona Lehr, adäquat ersetzen zu können, entpuppte sich als frommer Wunsch. Die angesichts ihrer Führung immer destruktiver werdenden Unterföhringer ließen sich nicht aushebeln. „Da fehlen uns dann doch einige Spieler“, räumte Leitl ein. Enzo Potenza hätte mit einem weniger fulminanten Abschluss aus der Drehung dennoch wenigstens den Ausgleich herstellen können. Was nichts an der Tatsache geändert hätte, dass sich der BCF in den kommenden Partien unbedingt steigern muss.

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Quelle: fussball-vorort.de

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