FCP-Macher bedauert Entwicklung

Höß verteidigt sich im Strobl-Streit und kritisiert Schwabmünchen

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Konny Höß ist mit der Entwicklung im Fall Strobl auch nicht glücklich.

FC Pipinsried - Nach der nicht geglückten Einigung mit Ex-Spielertrainer Tobias Strobl meldet sich Pipinsrieds Macher Konny Höß zu Wort. Für ihn hat vor allem der TSV Schwabmünchen Schuld an der verfahrenen Situation.

Der Streit zwischen Tobias Strobl und dem FC Pipinsried gefällt niemand. „Das wollte ich auch nicht“, sagt FCP-Boss Konny Höß im Gespräch mit Fussball Vorort. Nachdem Strobl im vergangenen Sommer die Brocken als Spielertrainer hinwarf, hat er vom Dachauer Dorfklub bisher keine Freigabe erhalten. Höß und der FCP pochen auf den gültigen Vertrag und Strobl darf deshalb nicht für einen anderen Verein spielen.

Das ist für den Fußball ein schockierendes Urteil. Du verkaufst mit einem Amateurvertrag ja dann Leib und Seele“, hatte der 28-Jährige gegenüber Fussball Vorort am Freitag geklagt. Damit kann Konny Höß nichts anfangen. Der Präsident des FC Pipinsried wehrt sich gegen diese Formulierung. „Man braucht Planungssicherheit. Den Vertrag habe ich nicht gemacht, sondern er selbst. Das Datum hat er damals eingetragen“, sagt Höß. „Ich mache im Amateurbereich normalerweise nur Ein-Jahres-Verträge.“ Strobl habe sich trotz Unterschrift nicht an den Vertrag gehalten. „Wenn er raus will, kann ich etwas verlangen.“

Eine Einigung zwischen dem FCP und Strobl ist damit weiter nicht in Sicht. Der Ex-Spielertrainer, der in der Rückrunde den TSV Schwabmünchen zum Klassenerhalt führen soll, wird für seinen derzeitigen Verein dann wohl nicht auflaufen können. Höß bedauert die Entwicklung, die der verzwickte Fall inzwischen genommen hat. „Ich will das überhaupt nicht. Immer wenn man ein Gericht braucht, bekommt man einen Stempel drauf.“ Er sieht sich dennoch im Recht, denn „ein Gericht ist auch für Gerechtigkeit da“.

Nicht ganz unschuldig ist nach Meinung des FCP-Präsidenten Strobls neuer Verein Schwabmünchen. Demnach hat Höß selbst das Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht bzw. suchen müssen. Der Ligakonkurrent sei von einer Ablöse um die 5000 Euro ausgegangen und hätte jegliche Gespräche im Keim erstickt. „Dann muss man halt reden und verhandeln. Die bekommen doch einen guten Spieler. Aber wenn niemand bereit ist, etwas auszugeben oder sich bemüht, geht es halt nicht“, findet Höß. „Man hätte sich auf einen Betrag einigen können.“

Dass Strobl sich damals überraschend gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem FC Pipinsried entschieden hat, macht Höß an zwei Faktoren fest. Der verpasste Aufstieg in die Regionalliga mit der vor allem im Heimspiel deutlichen 2:6-Packung gegen Garching sei seiner Meinung nach ausschlaggebend gewesen. Außerdem habe sich der „Mensch Strobl im letzten halben Jahr verändert.“ Davor hätte es nie irgendwelche Vorfälle gegeben. „Es war eine hervorragende Zusammenarbeit.“

Enttäuschend ist für Höß, dass Strobl ihn nie persönlich gefragt hätte, ob man den Vertrag auflösen könne. „Das hätte ich von Strobl nicht erwartet. Man hätte ein vernünftiges Gespräch führen können.“ Er sei damals vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

Der FCP-Präsident wittert ohnehin einen kleinen Sittenverfall im Amateurfußball. Die Mentalität der Spieler sei eine andere geworden. „Dein Wort gilt heute nichts mehr, aber das geht doch so nicht“, kritisiert er die Haltung vieler Kicker. Die Menschen, die meistens ehrenamtlich im Hintergrund die Fäden ziehen, kommen in seinen Augen viel zu schlecht weg. „Ich mache das seit 49 Jahren. Die Vereine arbeiten seriös. Ich möchte mit Nachdruck sagen, dass die Vereine Unwahrscheinliches leisten“, bemerkt er mit Blick auf den Aufwand der hinter den Kulissen betrieben wird. Geld bekommen diese fleißigen Bienchen nämlich normalerweise nicht. Wenn doch, handelt es sich fast immer um einen kleinen, symbolischen Betrag.

Quelle: fussball-vorort.de

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