VfR-Coach Weber hadert mit 2:2

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Chance vertan: Garchings Trainer Daniel Weber war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden – mit dem Ergebnis nicht.

VfR Garching - Vier Spiele ungeschlagen in der Regionalliga. Das klingt gut. Aber das 2:2 gegen den FC Ingolstadt II war für Aufsteiger VfR Garching zu wenig.

Die ersten Regionalligawochen in der Geschichte des VfR Garching sind gekennzeichnet von großem Vertrauen. Trainer Daniel Weber wirft auch von unterklassigen Clubs gekommene Spieler gerne in das kalte Wasser – und die bedanken sich mit Leistung. Am Samstag rutschten die Neulinge Tobias Gürtner (von Schalding-Heining gekommen) und Robert Rudnik (Grünwald) in die erste Elf und spielten in der Regionalliga, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Beide erfüllten nicht nur ihre Pflicht, sondern brachten sich stark ein. Überhaupt knüpfte Garching an die guten Leistungen der ersten fünf Spiele an.

In der ersten Halbzeit hatte der VfR mehr vom Spiel und mit mehreren Versuchen aus der Distanz auch die besseren Torszenen. Nur rollte der Ball immer wieder knapp am langen Pfosten vorbei, wenn der gegnerische Torwart wohl nicht mehr hingekommen wäre. Vereinzelt kamen die Ingolstädter über die Außen durch, aber im Zentrum beim Duo Mayer/Gürtner war absolute Endstation. Als die Gastgeber auch diese ansatzweise Gefahr besser in den Griff bekommen haben, kam die richtig kalte Dusche. Der erschreckend offene VfR lief in einen Konter und durch Torschützen Andreas Buchner wurde der Kapitalfehler auch gnadenlos bestraft.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die Garchinger 124 Sekunden bis zu dem Tor, das sein Eintrittsgeld alleine wert war. Über sieben Stationen veranstaltete der VfR eine Ballstafette, wie es einst die Brasilianer machten. Gegen den abschließenden Flachschuss war kein Kraut gewachsen. Berauscht vom Super-Tor lief Garching wieder blauäugig in einen Konter und schnell hieß es 1:2 (52.). Nach dem neuerlichen Rückstand wackelte Garching ein paar Minuten lang bedrohlich und hätte fast noch das 1:3 gefangen. Mitte der zweiten Hälfte war der Aufsteiger dann aber voll da und hatte eine Großchance durch Georg Ball, an dessen Schlenzer der Torwart gerade noch heran kam. Auch deshalb war der Ausgleich dann verdient in einem wieder einmal überragenden Fußballspiel. In der 81. Minute köpfte Außenverteidiger Mike Niebauer nach fantastischer Flanke von Georg Ball das 2:2. Er stieß in die Lücke, in der sein in der ersten Hälfte verletzt ausgeschiedener Bruder Dennis schmerzlich vermisst wurde.

Gemischte Gefühle

Das Unentschieden ist so eine Sache, zu der jeder Fußballer eine Hassliebe pflegt. So freute man sich in Garching nach den ersten Regionalligaspielen über die Zähler, mit denen sich bekanntlich das Eichhörnchen ernährt.

Der Punkt diesmal gegen den FC Ingolstadt ging der Mehrzahl im VfR-Lager eher auf die Nerven. Zur Minderheit zählte Präsident Uwe Cygan, der mit dem Punkt und nun schon vier ungeschlagenen Partien am Stück gut leben kann. Trainer Daniel Weber war nach dem Spiel eher der Miesepeter: „Die Leistung war top, das Ergebnis eher mittelprächtig.“ Weber ärgerte sich vor allem, dass die Garchinger die beiden

Gegentore zu billig hergegeben haben. „Heute haben wir zwei Punkte verschenkt“, moserte er. Schließlich habe der VfR „den Gegner beeindruckt und darum hatten wir den Ball mehr als gegen 1860 oder Augsburg“. Ein Geschenk war das Spiel für Tobias Gürtner. Er kam in der Innenverteidigung ins Team und zeigte eine sehr ordentliche Leistung. Der Neuzugang verwies aber gleich auf seine Nebenleute: „Diese Mannschaft macht es einem wirklich leicht, ins Spiel zu kommen.“ Er befand  wiederum, dass die Punkteteilung aus Garchinger Sicht in Ordnung sei – aufgrund des späten Ausgleichs.

Quelle: fussball-vorort.de

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