Harte Realität: Nach Aufstieg jetzt letzter Tabellenplatz

Interimstrainer Egner und Rehm bleiben bis Saisonende beim VfR Denklingen

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Zu viele Chancen blieben ungenutzt, wie hier bei der 0:4-Pleite gegen den 1. FC Penzberg. Mit nur 16 Toren erz ielte der VfL Denklingen bis zur Winterpause die wenigsten Treffer in der Bezirksliga Süd. 

Nach dem Bezirksliga-Aufstieg im Sommer herrschte beim VfL Denklingen große Euphorie. Zur Winterpause steht die Mannschaft jedoch auf dem letzten Tabellenplatz. Der Trainer musste bereits gehen, doch die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt.

VON PHILLIP PLESCH

Stefan Egner und Andreas Rehm bleiben bis zum Sommer Trainer der Denklinger Herrenmannschaft. „Die Mannschaft wollte das so“, sagt Christoph Sporer, Fußball-Abteilungsleiter beim VfL. Den Verantwortlichen bleibe dadurch mehr Zeit, sich Gedanken über einen geeigneten Kandidaten für die neue Saison zu machen, erläutert er.

Die Euphorie war groß, als im vergangenen Sommer endlich der Aufstieg gelang. Souverän hatte sich der VfL Denklingen in der Relegation gegen die DJK Waldram durchgesetzt und war in die Bezirksliga aufgestiegen. Die Freude währte jedoch nicht lang. Schnell fanden sich die Denklinger im Abstiegskampf wieder. Nach nur sechs Punkten aus 15 Spielen suchte Trainer Hermann Schöpf das Gespräch mit den Verantwortlichen. Gemeinsam wurde entschieden, einen neuen Impuls zu setzen. Interimsweise übernahmen Egner und Rehm das Traineramt. Mit vier Punkten aus zwei Spielen feierte das Trainergespann auch sofort die ersten Erfolge und der Anschluss an den Rest der Liga wurde hergestellt.

Dennoch liegt der VfL in der Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz. Wohlgemerkt haben sie aktuell zwei Partien weniger absolviert als ihre Kontrahenten. Zehn Punkte aus 17 Spielen bei einem Torverhältnis von 16:42 lautet die Zwischenbilanz. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt neun Zähler. Damit haben sie in der Liga die wenigsten Tore erzielt. Kein Denklinger Spieler hat mehr als zwei Saisontore geschossen. Dass ein echter Knipser fehle, weiß auch Sporer. Das Problem sehe er aber in der Chancenverwertung, denn Möglichkeiten, Tore zu schießen, habe es zu Genüge gegeben.

Neuzugänge im Winter sind in Denklingen kein Thema. „Wir sind kein Verein, der aktiv auf Spieler zugeht“, so Sporer. „Wer hier spielen möchte, kann das aber gerne tun.“ Der Abteilungsleiter sieht für Neuverpflichtungen keine Notwendigkeit, denn in der Mannschaft stecke genug Potenzial. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt in Denklingen also noch. „Wir wissen, dass wir es können“, verkündet der Denklinger. Außerdem vertrauen sie hier auf eine andere Stärke. „Wir sind eine Rückrundenmannschaft“, behauptet Sporer. Das hatte die Mannschaft erst vergangene Saison wieder unter Beweis gestellt. Zur Winterpause lag der VfL noch auf dem neunten Tabellenplatz. Am Ende stand der Aufstieg. „Wir müssen die individuellen Fehler aus der Hinrunde abstellen“, erklärt Sporer. So solle die Wende noch gelingen. „Über Kondition und Laufbereitschaft können wir die Gegner schlagen“, lautet die Devise des Abteilungsleiters. Das habe die Mannschaft beim 2:0-Sieg gegen Aubing schon bewiesen.

Seit dieser Woche bereitet sich das Herrenteam auf die Rückrunde vor. Anfang März geht es für vier Tage ins Trainingslager an den Gardasee, mit über 30 Spielern aus den beiden Herrenteams und der A-Jugend. „Die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft ist geblieben, egal wie die aktuelle Tabellensituation ist“, berichtet Sporer. Sollte es am Ende der Saison nicht zum Klassenerhalt reichen, wäre das für den Verantwortlichen auch kein Weltuntergang.

Zur Vorbereitung an den Gardasee

Quelle: Merkur.de

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