VfR Garching geht beim Poker um Ex-Profi leer aus, landet aber Zufallstreffer

Lappe kommt nicht, aber zwei Kelmendis

+
Neu-Garchinger:  Arijanit (l.) und Lirim Kelmendi.

Das wäre der ganz große Wurf gewesen. Der VfR Garching hätte liebend gerne Ex-Profi Karl-Heinz Lappe verpflichtet, musste dann aber aus dem Poker aussteigen. Der Regionalligist konnte dem Stürmer nicht das Paket bieten, was dieser benötigte. Lappe unterschrieb gestern in Buchbach. Dafür verpflichtete der VfR die Kelmendi-Brüder.

Garching – Der Sportliche Leiter Ludwig Trifellner hatte gute Gespräche mit Lappe und hätte diesen nach der Vertragsauflösung liebend gerne verpflichtet. Auch Trainer Benjamin Flicker war Feuer und Flamme, nur wird Lappe demnächst ein anderes Trikot tragen.

Noch viel mehr liegt Ludwig Trifellner aber die seit Wochen so zähe Torwartsuche im Magen. Dominic Dachs fällt weiterhin für unbestimmte Zeit aus und somit hat man nach zwei Winter-Abgängen nur Joey Brenner. Bei zwei Keepern waren sich die Garchinger mit der Spielerseite einig, aber die Transfers scheiterten an der Freigabe des Vereins. Auch Clubs mit zwei guten Torhütern lassen ihr Personal im Winter nicht ziehen.

Ein hochspannender Transfer ist die Verpflichtung der Brüder Lirim und Ari Kelmendi. Beide hatten ihre Verträge beim FC Memmingen aufgelöst, wollten im Paket wechseln und haben das nun mit Garching geschafft. Lirim Kelmendi wurde in Garching (2016 bis 2019) zu einem der besten Rechtsverteidiger der Regionalliga und hat sich im Memmingen (19 Spiele) im rechten Mittelfeld als Stammkraft etabliert. Sein Bruder Ari spielte von 2016 bis 2018 in Unterföhring, danach ein Jahr in Pipinsried und diese Saison lief er zwölf Partien für Memmingen auf. Der Innenverteidiger kommt nun nach Garching mit der Empfehlung von 58 Regionalligaspielen in den vergangenen zweieinhalb Jahren.

Der Kelmendi-Transfer war eher ein zufälliges Nebenprodukt bei der Suche nach Torhütern und Stürmern. Trifellner macht aber deutlich, dass der Brüdertransfer schon eine Personalaktion für die Zukunft ist. Beide haben beim VfR für eineinhalb Jahre unterschrieben und bleiben in der Spielzeit 2020/21 sowohl in der Regionalliga als auch in der Bayernliga.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Kommentare