Trainer Philipp Bönig legt großen Wert auf hohes Tempo sowie ein fehlerfreies Passspiel.

Garchings neue Achse der Führungsspieler

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Aus der Landesliga ins Garchinger Sturmzentrum: Neuzugang Maximilian Berwein (rot) ist in der Partie gegen Nürnberg II gesetzt.

Ein neuer Trainer hat neue Ideen und andere Ansichten. Und der Garchinger Coach Philipp Bönig hat aus der Ära von Daniel Weber den Begriff der Bonusspiele ersatzlos gestrichen.

Garching Weber bezeichnete so die Partien, in denen man gegen schier übermächtige, unter Profibedingungen arbeitende Mannschaften nichts zu verlieren hatte. Duelle mit dem 1. FC Nürnberg II fielen immer in die Kategorie, aber diesen Samstag (14 Uhr) spricht Bönig mutig von einem Saisonstart, bei dem seine Schützlinge einiges reißen wollen.

Das Saisonziel des VfR Garching in der Fußball-Regionalliga ist das klassische, so schnell wie möglich die benötigten 40 plus X Punkte zu holen. Das gelang zuletzt drei Spielzeiten in Serie, weshalb die Garchinger nicht mehr als Abstiegskandidat mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit wahrgenommen werden. Vor zwei Jahren klappte es mit dem Klassenerhalt fulminant als Vierter und in der vergangenen Saison wurde bis zur letzten Minute gezittert. Der Sportliche Leiter Ludwig Trifellner und Neu-Trainer Bönig wären nicht unglücklich, wenn das Unterfangen diesmal wieder etwas stressfreier gelingen könnte.

Dafür wurde ein knappes Dutzend neuer Spieler geholt, die in einer von den Testspielen her durchwachsenen Vorbereitung Ausrufezeichen gesetzt haben. Die Achse der Führungsspieler besteht aus dem Innenverteidiger und Co-Trainer Matthias Strohmaier, dem Rückkehrer Georg Ball und Dennis Niebauer, der wohl wieder seine Lieblingsrolle der Zehn einnehmen darf.

In der vorigen Saison hatten die Garchinger keinen Mittelstürmer und der Kapitän musste sich in vorderster Front aufopfern. Diesen Sommer kam Maximilian Berwein vom Landesligisten Garmisch-Partenkirchen und hat beim neuen Klub überzeugt. Berwein wird gegen Nürnberg von Beginn an stürmen.

Auch wenn es die Bonusspiele offiziell nicht mehr gibt, die Garchinger werden taktisch ihre klassische Grundordnung 4-2-3-1 beibehalten und darauf Variationen aufbauen. Der neue Trainer Philipp Bönig legt großen Wert auf hohes Tempo über die Außenbahnen sowie ein fehlerfreies Passspiel. In der Vorbereitungsphase war man noch nicht auf dem Level, das sich der Coach vorstellt. Bönig weiß auch, dass mit einem guten Auftaktpunktspiel jeder Fehler der Vorbereitung vergessen gemacht werden kann.

Voraussichtliche Aufstellung: Dachs – Arifovic (Khan), Strohmaier, Walter, Radau – Ball, M. Niebauer (Micheli) – Zimmerschied (Staudigl), D. Niebauer, Krueger – Berwein.

Quelle: Merkur.de

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