Mittelfeldspieler Micheli debütierte gegen seinen Ausbildungsverein 

Garching sucht verzweifelt Torjäger - 0:3 Pleite gegen Bayern-Reserve

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Neuzugang beim VfR Garching: -Valentin Micheli

Sie erlebten schon entspanntere Winterpausen beim VfR Garching. Dass man vor einer komplizierten Saison stehen würde, war zwar abzusehen.

Die Regionalliga-Spielzeit 2017/18 war auf Platz vier abgeschlossen worden, die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Das wird nicht zu toppen sein, voraussichtlich niemals, das war auch Trainer Daniel Weber und seiner Mannschaft schon im Sommer bewusst.

Wenig überraschend also, dass der Höhenflug im neuen Spieljahr zwangsläufig ein Ende fand. Dass die Weber-Elf jedoch nach zuletzt elf Spielen ohne Sieg auf Relegationsplatz 16 überwintert, war sowohl dem Selbstvertrauen als auch der Stimmung in der Winterpause nicht zuträglich.

Am Samstag nun präsentierte sich der VfR erstmals im neuen Jahr. Zwar wurde das erste Testspiel am Bayern Campus gegen die Reserve des FC Bayern, die die Regionalliga-Tabelle anführt, mit 0:3 verloren (Tore: Alexander Nollenberger, Kwasi Okyere Wriedt, Meritan Shabani). Das Endergebnis aber hatte schon nach 20 Minuten Bestand, in den restlichen 70 Minuten boten die Gäste aus dem Norden Münchens durchaus Paroli.

Auch ein Neuzugang durfte schon debütieren: Der 21-jährige Mittelfeldspieler Valentin Micheli war über viele Jahre beim FC Bayern ausgebildet worden, nach drei Kreuzbandrissen aber hatte er im vergangenen Sommer keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Anschließend zerschlug sich ein Engagement bei Regionalligist Burghausen, in Garching möchte der verletzungsgeplagte Micheli nun „vor allem den Spaß am Fußball wiederfinden“, wie sein Trainer erklärt. Gute Ansätze ließ er bereits am Samstag aufblitzen, die mangelnde Spielpraxis der letzten Jahre aber war ebenfalls unverkennbar.

Das größte Manko der Weber-Elf vermag aber selbst ein fitter Micheli in Topform ohnehin nicht zu beheben. In den bisherigen 20 Partien gelangen dem VfR lediglich 22 Tore, in der gesamten Liga zeigt sich einzig der TSV 1860 Rosenheim, der erst 18-mal traf, noch geiziger. Auch der Trend ist besorgniserregend: In den letzten acht Spielen vor der Winterpause erzielten die Garchinger nur zwei schmale Törchen.

So sucht der VfR Garching händeringend nach einem treffsicheren Angreifer, die Möglichkeiten allerdings sind limitiert. „Entweder“, schildert Weber die bisherigen Angebote, „sind die Spieler zu teuer für uns, oder es sind junge Spieler, die sich erst an die Liga gewöhnen müssten und Zeit bräuchten“. Notfalls müsste das Manko eben mit dem vorhandenen Personal behoben werden, gibt sich der VfR-Coach zuversichtlich.

Entscheidend sei ohnehin „die Mentalität“, betont der 45-Jährige, in den letzten Spielen vor der Winterpause hätte sich der Negativtrend „irgendwann in den Köpfen festgesetzt“, wie er in der Nachbetrachtung feststellen musste. Mit nur vier Punkten Rückstand ist die Lücke zum rettenden Ufer überschaubar, das Auftaktprogramm 2019 aber hat es in sich. Nach dem Nachholspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II am 23. Februar treffen die Garchinger mit Burghausen, Eichstätt und dem FC Bayern II auf drei der ersten Vier der Tabelle. MATTHIAS HORNER

Quelle: Merkur.de

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