VfR: Mit Kraftakt Kopf aus der Schlinge ziehen

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Volle Kraft voraus. Garching (Dennis Niebauer) hat 90 Minuten Zeit ein 0:2 wettzumachen.

VfR Garching - Am späten Samstagnachmittag wird in Garching gefeiert. Entweder steigt der FC Amberg in die Regionalliga auf oder der VfR Garching schafft den Klassenerhalt mit einem Kr...

VfR Garching - Am späten Samstagnachmittag wird in Garching gefeiert. Entweder steigt der FC Amberg in die Regionalliga auf oder der VfR Garching schafft den Klassenerhalt mit einem Kraftakt.

Die Garchinger müssen ein 0:2 aus dem Hinspiel aufholen, was notfalls auch über Verlängerung und Elfmeterschießen geschehen könnte. Garchings erstes Etappenziel ist ein 2:0, was die Verlängerung bedeuten würde. Dann wären noch einmal 30 Minuten Zeit für den dritten Treffer. Gelingt den Ambergern ein Auswärtstor, wäre die Verlängerung hinfällig und der VfR müsste nach 90 Minuten drei Tore vorne liegen. Von 4:1 aufwärts würden dann die Ergebnisse für den Verbleib in Bayerns höchster Amateurliga reichen.

Trainer Daniel Weber spielt bei seinem Matchplan an die Relegation zur 1. und 2. Bundesliga an, als der Hamburger SV und der TSV 1860 München in letzter Sekunde den Kopf aus der Schlinge zogen: „Wir wollen hinten kompakt stehen und irgendwann ein Tor machen. Dann haben wir die gesamte restliche Spielzeit und zur Not eben auch noch in der Nachspielzeit die Zeit für den zweiten Treffer.“

Ein Faktor für die kompakte Verteidigung ist der in den vergangenen Wochen sehr starke Tobias Gürtner, der seine Rotsperre vom Hinspiel der letzten Runde abgebüßt hat. Mit ihm im Abwehrzentrum kann Georg Ball wieder nach vorne rücken auf die Doppelsechs und auch Kapitän Dennis Niebauer schiebt wieder nach vorne an auf der Zehn. Für Trainer Daniel Weber bedeutet diese Rochade nun auch ein wesentlich gefährlicheres Kopfballspiel in der Vorwärtsbewegung.

Und dann wäre da ja noch Bald-Österreicher Stefan Prunitsch, der sich in seinem letzten Spiel für den VfR Garching ein Fußball-Denkmal setzen kann. Mit elf Toren war Garchings Nummer neun der elftbeste Torschütze der Regionalliga. „Mit ihm kommt einer ins Spiel, den Amberg noch nicht kennt“, sagt Daniel Weber.

Der Trainer des VfR hat in den letzten Trainings gespürt, dass seine Mannschaft sich noch lange nicht aufgegeben hat und an die Wende glaubt. „Wir brauchen einfach nur noch einmal so einen Tag wie beim Hinspiel in Pipinsried“, sagt Weber mit Blick auf das 6:2, als der VfR in den entscheidenden Momenten etwas Glück hatte und vorne Traumtore schoss.

Weber rechnet damit, dass eine Garchinger 1:0-Führung Amberg auch psychologisch unter Druck setze „und den Gegnern zum Nachdenken bringt“. In der Phase müsse der VfR dann den Druck auf dem Platz erhöhen.

Die Zuschauer sieht Weber unterdessen nicht als den Faktor. In Amberg waren die 1668 Zuschauer „sehr neutral uns gegenüber. Das motiviert dann beide Mannschaften, weil einfach viele Leute da sind.“ Heißsporne wie die Fanszenen beim FC Bayern, TSV 1860 oder zuletzt in Burghausen habe keiner der beiden Vereine. Daniel Weber hofft im Seestadion auf mehr als 1000 Zuschauer, die in der Masse seine Mannschaft motivieren. „Die Kulisse ist angesichts der Fankulturen von Amberg und Garching nicht entscheidend“, sagt der Trainer, „aber viele Menschen in unserem Stadion werden uns sicher beflügeln.“

Aufstellung: Seibold – Genkinger, Mayer, Gürtner, Suck – G. Ball, M. Niebauer – D. Niebauer, Vatany, Arzberger – Prunitsch.

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Quelle: fussball-vorort.de

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