Großes Hallo in Heimstetten

Viele Bekannte im Derby zwischen SVH und Pullach

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Geschlossen Auftreten wollen die Pullacher in Heimstetten.

SV Pullach - Das Bayernligaduell zwischen dem SV Heimstetten und dem SV Pullach (Anstoß 19 Uhr) ist mehr als ein Spitzenspiel mit Derbycharakter. Es wird auch ein großes Hallo abseits des Spielfelds geben, denn zwei der Protagonisten freuen sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Wegbegleitern.

Natürlich steht Orhan Akkurt besonders im Blickpunkt: Auch mit 30 Jahren sorgt er noch für permanente Gefahr in den gegnerischen Strafräumen. In der vergangenen Saison traf er 32 Mal für den SV Pullach, in der laufenden stehen schon wieder 13 Treffer für ihn zu Buche. Der Torjäger freut sich auf die Begegnung mit seinem Ex-Klub, den er aufgrund fehlender Regionalliga-Perspektive verlassen hat, der derzeit als Fünfter allerdings drei Ränge vor Heimstetten liegt. „Er hat zum ersten Mal in seinem Leben nicht auf mich gehört. Ein Fehler“, kommentiert Theo Liedl diese Konstellation. Der SVP-Manager, der Akkurt freundschaftlich verbunden ist („Wir telefonieren einmal in der Woche.“) weiß genau, welchen Verlust er da im Sommer erlitten hat: „Ich will nicht übertreiben, aber ich bin sicher, mit seinen Toren wären wir derzeit Erster.“ So aber gelte es, den „besten Stürmer der Liga“ an die Kette zu legen: „Wir wissen, wie wir gegen ihn spielen müssen. Aber einen Akkurt kannst du nie ganz ausschalten. Wenn er im Strafraum an den Ball kommt, wird es brandgefährlich. Seine Schusstechnik ist in der Liga einmalig.“ Liedl, 52, in seiner aktiven Laufbahn ein gefürchteter Abwehrrecke, erwägt sogar scherzhaft eine Spezialmaßnahme: „Ich habe ihm gedroht, dass ich gegen ihn spiele.“</P> <P>Eine andere Hauptfigur des heutigen Abends hält beim Thema Akkurt den Ball hingegen ganz flach: „Das interessiert mich überhaupt nicht, denn er spielt nicht mehr bei uns, und ich komme mit dem Material, das ich habe, gut zurecht“, sagt Frank Schmöller.</P> <P>Auch für Pullachs Coach ist das Derby eine Reise in die eigene Vergangenheit: Von 2002 bis 2008 trainierte er den SV Heimstetten. „Ich hatte da sechs wundervolle Jahre, in denen wir von der Bezirksoberliga in die Bayernliga aufgestiegen sind. Das war meine erste Trainerstation im Seniorenbereich. Das prägt“, erinnert er sich gerne zurück, „auch, wenn das Ende nicht so schön war, aber das ist ja meistens so. Ich kenne jedenfalls noch viele, viele Leute in Heimstetten und freue mich sehr.“ Von einem Freundschaftsdienst auf dem Spielfeld werde er aber absehen: „Ich habe dem Verein schon einiges gegeben, diesmal habe ich das nicht vor.“ Der Respekt vor den Gastgebern ist bei Schmöller wie bei Liedl spürbar: „Immer noch ein Mitfavorit“ sei Heimstetten, erklären sie übereinstimmend. Beide Teams sind nur durch drei Punkte voneinander getrennt, beide können noch ins Meisterschaftsrennen eingreifen. Vermutlich werden Kleinigkeiten die Partie entscheiden, und da fallen auch Personalien ins Gewicht. So muss beim SVP der kranke Maximilian Schuster passen, noch mehr bedauert Schmöller aber das Fehlen von Rechtsverteidger Steffen Purschke wegen eines privaten Termins: „Dass er fehlt, tut uns richtig weh. Er hat in den vergangenen Wochen sehr stark gespielt, allein, was er rauf und runter gelaufen ist. Wir haben da zwar Möglichkeiten, aber in der Form ist er nicht eins-zu-eins zu ersetzen.“</P>

Quelle: fussball-vorort.de

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