Viele Zuschauer, viele Fehler, keine Punkte

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Einer der auffälligsten BCF-Spieler war Franz Fischer (li.). Der Penzberger traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, hätte aber zum Ende hin mit einem Drehschuss für den neuerlichen Gleichstand sorgen müssen.

Wolfratshausen - Tag der langen Gesichter: Haarsträubende Versäumnisse – hinten wie vorne – führten zur 2:3-Auftaktniederlage des BCF Wolfratshausen gegen Aufsteiger FC Unterföhring.

BCF Wolfratshausen - FC Unterföhring 2:3 (1:2)

BCF: Demmel – S. Kluge, Jell (59. T. Pföderl), L. Kasperek (71. Gueye), Rauch, Panholzer (61. Scheck), Miedl, Murböck, Huber, Amanquah, Fischer.

Tore: 0:1 (10.) Gebesci, 1:1 (28.) Fischer, 1:2 (33.) Maraz, 2:2 (47.) Amanquah, 2:3 (50.) Sichort. – Schiedsrichter: Andreas Hummel (TSV Betzigau). – Zuschauer: 240.

Einen besseren Start als 2009 hatte Andi Brunner für seine Farcheter gefordert. Im Vorjahr waren es fünf Punkte aus fünf Partien. Das ist sicher noch machbar, auch wenn der Zählerstand nach dem ersten Pflichtspiel erst einmal auf Null stehen bleibt.

Selten war der BCF-Coach „so angefressen wie heute“. Keine Schelte in Richtung des Unparteiischen, kein Wort über die Qualität des Gegners. Brunners Kritik formierte sich zu einer Giftwolke, die sich während der nächsten Trainingstermine über seinen Kickern entladen wird. Schon am ersten Durchgang, in dem die Hausherren „spielerische Vorteile“ besaßen, störte den BCF-Coach die „katastrophale Chancenverwertung“. So schlimm war es aber gar nicht. Einzig Marley Amanquah hätte seinen Alleingang – konzentrierter als er es tat – mit einem Treffer abschließen müssen, anstatt die Stadionbepflanzung anzuvisieren. Weit dilettantischer stellten sich die Platzherren beim 0:1 (10.) an: Erst enteilte Ferdinand Grund  auf der linken Seite Sebastian Kluge, dann rollte seine Hereingabe unbeachtet durch die Farcheter Verteidigungszone zum Torschützen Ömer Gebesci.

Franz Fischer beweißt Zielwasser

Da war der Ausgleich eine echte Wohltat für die verunsicherten Gastgeber. Franz Fischer verhielt sich bei der Ballannahme cleverer als Gegenspieler Patrick Peterhammer, und auch das Zielwasser stimmte beim Penzberger. Dumm aus Farcheter Sicht war die Leichtgläubigkeit des Unparteiischen beim wenig später folgenden Faller von Heinz Sichort. Daraus resultierte der Freistoß zum 1:2.

 Feinen Fußball gab es gleich nach der Pause zu sehen: Von Fischer ging der schönste Angriff des Spiels aus. Über Max Panholzer segelte der Ball auf den Kopf von Ludwig Huber. Der Neuzugang aus Unterhaching legte ab, Marley Amanquah verwertete – 2:2.

Mit nachlässiger Abwehrarbeit zerstörten die Wolfratshauser aber ihre Saisonpremiere. Brunner titulierte den 3:2-Siegtreffer von Sichort als „Amateurfehler“ der Seinen und das Defensivverhalten insgesamt als „hanebüchen“. Wohl auch deshalb wechselte der 44-jährige Fußballlehrer mit Thaddäus Jell und Lech Kasperek seine Innenverteidigung ungeachtet der fehlenden Alternativen aus. Zudem wollte Andi Brunner noch irgendetwas bewegen. So richtig begründen konnte er den Tausch „eines Spielers, der zehn Jahre hier spielt“ (Kasperek) gegen einen, „der aus der Kreisklasse kommt“ (Lamine Gueye) selbst nicht. Brunner sah sich an diesem Nachmittag mit seinem „Latein am Ende“. Schluss war bald darauf auch für den BCF, weil Franz Fischer seinen Hochkaräter und Michael Rauch seine beiden Freistöße nicht gewinnbringend verwerten konnten.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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