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Vielleicht geht noch was

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Von: Nico Bauer

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Liga-Abschluss: Fabian Diranko mit Ball und Leon Schmit (13) wollen gegen Donaustauf überraschen.
Liga-Abschluss: Fabian Diranko mit Ball und Leon Schmit (13) wollen gegen Donaustauf überraschen. © Riedel

Bayernliga: VfB Hallbergmoos will im Fernduell mit Türkspor Augsburg den Klassenerhalt sichern.

Hallbergmoos – Wenn alles gut läuft, dann haben die Fußballer des VfB Hallbergmoos noch 90 Minuten bis zur Sommerpause. Vor dem Heimspiel gegen den SV Donaustauf (Samstag, 14 Uhr) ist das wahrscheinlichere Szenario jedoch, dass man ab dem kommenden Mittwoch in der Abstiegsrelegation antreten muss.

Die Rechnung für das Saisonfinale ist ganz einfach. Hallbergmoos muss gegen Donaustauf gewinnen, und parallel dazu darf Türkspor Augsburg in Wasserburg keinen Zähler holen, damit man auch im direkten Vergleich besser dasteht. Andere Konstellationen sind nicht denkbar.

Zusätzlichen Anreiz im Fernduell bieten die Gegner. Donaustauf kann mit einem Sieg aus eigener Kraft die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga erreichen, und Wasserburg muss zwingend gewinnen, wenn man vom direkten Abstiegsplatz aus mit fremder Hilfe (Dachau darf gegen Schwabmünchen nicht gewinnen) noch die Relegation erreichen möchte.

VfB-Trainer Matthias Strohmaier zitiert Jürgen Klopp: „Die Wahrscheinlichkeit ist nicht groß, aber die Chance ist da und das reicht uns. Es wäre gelogen, wenn wir sagen, dass wir nicht nach Wasserburg schauen.“

Stark seit der Rückrunde

Den Irrsinn des letzten Spieltages beschreibt am besten die Rückrundentabelle: Der Zweite Hallbergmoos (30 Punkte) trifft auf den Vierten Donaustauf (29). „Wir waren für die anderen doch schon abgestiegen und wurden belächelt“, sagt Strohmaier und betont, dass die Mannschaft den Ligaverbleib nach der sensationellen zweiten Saisonhälfte verdient hätte. Er weiß aber auch um die Stärke der Donaustaufer. „Den stärksten Kader der Liga haben sie schon die ganze Saison, nur sind sie jetzt halt auch noch in Form gekommen.“ Dem VfB (vier Siege und ein Remis in fünf Spielen) steht ein Team gegenüber, das die letzten fünf Partien gewonnen hat. Vielleicht eine Schwäche ist, dass den Hochbegabten Kampfgeist und Härte des Gegners nicht schmecken. Wie schon beim Sieg in Ingolstadt (die beste Mannschaft der Rückrunde) möchte der VfB mit gelebtem Abstiegskampf den besseren Fußballern den Schneid abkaufen. Die Hallbergmooser sind bereit für die letzte Schlacht, und Strohmaier wäre enttäuscht, wenn nach dem Klassenerhalt die Bierdusche ausbleiben sollte.

Relegation mit Nord-Teams

Sollte sich aber abzeichnen, dass man die Relegation nicht vermeiden kann, wäre auch die Energiesparvariante denkbar. Denn Hallbergmoosern wurde von Verbandsseite eine Zuordnung Richtung Norden angedeutet. In der Relegation würden dann wahrscheinlich die Landesligisten SC Schwabach oder Fortuna Regensburg warten. Zudem könnte der SV Seligenporten, Vorletzter der Bayernliga Nord, dazukommen. „Wir werden nach den letzten Wochen mit ganz breiter Brust in die Relegation gehen, wenn wir denn müssen“, sagt Strohmaier und deutet Mallorca an. „Nach dem geschafften Klassenerhalt bin ich der Erste, der zum Fußballer-Treffen auf die deutsche Lieblingsinsel fliegt. Die Regionalliga-Meister der SpVgg Bayreuth sind ja auch schon dort…“

Aufstellung

Dinkel - Petschner, Strohmaier, Mömkes, Mühlrath - Kostorz, Beetz, Sahin, Schmit - Werner, Diranko (Aygün).

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