BCF verliert gegen Unterföhring nach desolater erster Halbzeit

Vier Gegentore in 13 Minuten - Leitl fehlen fast die Worte

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Viermal wurde BCF-Torhüter Kevin Pradl gegen Unterföhring von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die Wolfratshauser eine desolate Vorstellung.

BCF Wolfratshausen - BCF Wolfratshausen unterliegt Unterföhring nach desolater erster Halbzeit mit 2:4.

Reiner Leitl wollte sich in der Pressekonferenz zunächst gar nicht zur „desolaten Leistung“ seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit äußern. „Es gibt Tage, da wünscht man sich, nicht Trainer zu sein“, sagte der 55-Jährige nach der 2:4-Niederlage seines BCF Wolfratshausen gegen den FC Unterföhring nur.

Dabei begannen die Gastgeber gegen die Münchner Vorstädter, die zuletzt dreimal in Folge verloren hatten, überraschend offensiv. Torchancen gab es aber bis zur 15. Minute auf beiden Seiten keine. Dann passierte Luca Faganello ein Missgeschick, das seinem Trainer auf der Bank die Zornesröte ins Gesicht trieb: Werner Schuhmann setzte sich im Gästestrafraum durch und legte den Ball auf den völlig freistehenden Nachwuchsspieler zurück. Der 18-Jährige, der vor einer Woche seinen ersten Bayernliga-Doppelpack für den BCF geschnürt hatte, hatte scheinbar zu viel Zeit zum Nachdenken und vergab die hundertprozentige Gelegenheit. Dass sich Faganello wenige Minuten nach dieser Szene verletzte und sich auswechseln ließ, passte ins Bild eines gebrauchten Tages.

Besser machte es der Unterföhringer Daniel Jungwirth (22.). Nach einem langgezogenen Freistoß fühlte sich kein Wolfratshauser für ihn zuständig. Er zog aus spitzem Winkel ab und überwand Kevin Pradl das erste Mal. Was danach folgte, würde der BCF-Keeper wohl am liebsten vergessen: Zwei Minuten später tauchte Andreas Faber vor ihm auf. Pradl warf sich zwar mutig in den Schuss, der sich aber trotz seiner Berührung in die Maschen senkte. Jetzt standen die Hausherren völlig neben sich und verteilten weitere Gastgeschenke. Dominik Hoffmann per Kopf und Alexander Hollering erhöhten binnen weniger Minuten auf 0:4. „Da war das Spiel für uns erledigt“, bilanzierte Leitl später.

Erstaunlicherweise besann sich sein Team nach diesem vermeintlich aussichtslosen Rückstand auf seine Kämpferqualitäten. Schuhmanns feiner Kopfballtreffer in der 40. Minute ließ noch einmal ein Fünkchen Hoffnung aufkeimen. Und hätte der eingewechselte Jona Lehr kurz vor dem Pausenpfiff nicht einen weiteren Hochkaräter knapp neben das Unterföhringer Gehäuse gesetzt, wäre die Partie möglicherweise noch gekippt.

Nach dem Wechsel erspielte sich der BCF weitere gute Chancen, die jedoch erneut fast fahrlässig ausgelassen wurden. So scheiterten Sebastian Pummer und Schuhmann aus kurzer Entfernung am glänzend parierenden FC-Goalie Akalski. Der ehemalige bulgarische Zweitliga-Torhüter musste nur noch einmal hinter sich greifen. Marco Höferth verwandelte kurz vor Spielende einen an Schuhmann verschuldeten Elfmeter. Mehr wollte nicht mehr gelingen.

Quelle: fussball-vorort.de

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