Das Tor ist wie vernagelt

Vierte Niederlage in Folge für die SpVgg Unterhaching

Vergebene Großchance: Markus Schwabl bekommt den Ball nicht im Osnabrücker Tor unter. Foto: Robert Brouczek

SpVgg Unterhaching - Vierte Niederlage in Folge für die SpVgg Unterhaching. Nach dem 0:2 gegen den Tabellen-Zweiten VfL Osnabrück am Samstag haderten die Gastgeber vor allem mit der Chancenverwertung. Folge: Langsam macht sich der Frust breit.

VON CHRISTIAN AMBERG

Unterhaching – „Man kriegt oft nicht, was man verdient.“ Diese Aussage kam nach dem Spiel von Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz und war als Lob für die Hachinger gedacht. „So klar, wie es nach der ersten Halbzeit aussah, war das Spiel nicht“, fügte er hinzu. „Wir haben gewonnen, weil wir kein Gegentor bekommen haben.“

Das wäre möglich gewesen, Chancen boten sich den Hausherren genug. Auch wenn die Leistung insgesamt erneut nicht berauschend war, wäre ein Punktgewinn am Ende nicht unverdient gewesen. Der VfL war zwar die abgeklärtere Mannschaft mit den erkennbar besseren Einzelspielern, geschlagen hatte sich die SpVgg am Ende aber wieder selbst. Und wie schon am Dienstag beim 0:2 gegen Wehen war viel zu schnell alles vorbei.

Während Torhüter Korbinan Müller in der 12. Minute einen Schuss von Piossek noch parieren konnte, legte der Osnabrücker Stürmer drei Minuten später mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 0:1 nach. Kurz danach bauten die Gäste ihre Führung aus, Zoller schon die Kugel an Müller vorbei ins Tor (22.).

„Wir haben es dem Gegner bei den Toren leicht gemacht“, monierte Hachings Teamchef Manuel Baum . „Osnabrück hatte drei Konter, zwei waren drin. Einmal hatten wir Eckball und verlieren den Ball, beim 0:1 kriegt der Gegner den Ball nach einem Torschuss von uns, beim dritten Mal geht ein schlechter Abstoß voraus.“ Bitter, denn „sonst hatte Osnabrück keine klaren Chancen.“

Diese drei Szenen in 22 Minuten reichten den routinierten Gästen allerdings. Im zweiten Durchgang taten sie logischerweise nicht mehr viel nach vorne. Haching kam zu Chancen, konnte aber keine nutzen. Schon kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Markus Schwabl die größte vergeben, als er den Ball aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeijagte (38.). Dann klärte VfL-Keeper Rickert mit den Fingerspitzen gegen Stephan Thees Schuss aus spitzem Winkel (45.).

Nach dem Seitenwechsel klärte Rickert auch gegen die Schüssen von Maximilian Welzmüller (67.) und Yasin Yilmaz (80.). Zudem verstolperte Andreas Voglsammer in aussichtsreicher Position vor dem Tor eine Flanke (73.) und Maximilian Drums Kopfball kratzte der Ex-Hachinger Paul Thomik in der Schlussminute gerade noch von der Linie.

„Das Tor ist zur Zeit wie vernagelt“, ärgerte sich Yilmaz, „wenn man sieht, wie wir in der zweiten Halbzeit geackert und auch Chancen kreiert haben, ist das echt bitter.“ „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft kämpferisch und spielerisch ein ganz anderes Gesicht gezeigt als vor der Pause“, meinte Teamchef Baum, „da hätten wir ein Tor verdient gehabt.“

Genau damit war das Hauptproblem des Jahres schon angesprochen. Hachings Cheftrainer Claus Schromm brachte es auf den Punkt: „Wir schaffen es derzeit einfach nicht, unser Vorhaben zwei komplette Halbzeiten umzusetzen. Diesmal war die zweite Halbzeit absolut in Ordnung, auch von der Leidenschaft. Aber 45 Minuten reichen halt nicht aus. Daran müssen wir arbeiten, dann wird’s auch wieder.“

Quelle: fussball-vorort.de

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