Eckardt wäre am liebsten, dass beide die Klasse halten

Vötting und Klettham im direkten Duell: Ex- und Neu-Coach Stifti Eckardt fiebert mit

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Öfters das Nachsehen hatten die Vöttinger in den letzten Monaten. Hier schlägt es hinter Schlussmann Fabio Ordnung ein.

Nach dem vorzeitigen Abschied vom SV Vötting unterschrieb Andreas „Stifti“ Eckardt bei RW Klettham. Nun treffen beide Klubs im direkten Duell aufeinander.

VON MATTHIAS SPANRAD

Freising – Wer mit Andreas „Stifti“ Eckardt dieser Tage spricht, spürt schon eine gewisse Anspannung. Bis vor wenigen Wochen war der 50-Jährige noch als Trainer für die Kicker des SV Vötting verantwortlich. Wegen einer anhaltenden sportlichen Talfahrt beschlossen die Verantwortlichen draußen am Kiesweiher jedoch die vorzeitige Trennung von ihrem Coach. Nach beinahe sieben Spielzeiten mit ihrem „Stifti“ hatten die Vöttinger ohnehin einen Neuanfang geplant, dazu einen herzlichen Ausklang für beide Seiten. Nun kommt es am 26. und damit letzten Kreisliga-Spieltag, an dem längst alles entschieden ist, zu einem Duell, das vor allem für Eckardt Brisanz liefert. Es treffen sein alter (Vötting) und sein neuer Klub (RW Klettham) aufeinander. Jene zwei Mannschaften, die über das offizielle Saisonende hinaus in der Relegation um den Verbleib in der Kreisliga kämpfen müssen. Zumindest bei den Kletthamern war klar, dass das erste Liga-Jahr als Neuling schwer werden würde, die Kiesweiherbuam dagegen hat es böse erwischt. „Das tangiert mich schon, dass mein ehemaliger und mein zukünftiger Klub gegeneinander spielen“, gibt Eckardt zu. Ob er das Match am Sonntag verfolgen kann, ist noch offen. Eckardt kehrt erst am Sonntag aus den Bergen heim. „Ob ich es bis zum Spiel schaffe, weiß ich nicht. Ich würd’s aber schon gern sehen.“ Dass es für Klettham nun in die Relegation geht und die Kreisliga nach nur einem Jahr wieder vorbei sein könnte, ist für ihn kein Problem. Der Kontrakt zählt auch für die Kreisklasse, „das war so ausgemacht, als die Verpflichtung endgültig war.“ Und auch mit seinem ehemaligen Club fiebert der 50-Jährige noch mit. Natürlich, gibt Eckardt zu, wäre ein versöhnlicher Abschied schöner gewesen, nach sieben Jahren hatte er fast schon zum Inventar gehört. Doch der Ex-Coach betont ohne Reue, dass neue Impulse nötig waren, ein Abschied irgendwann vielleicht unumgänglich geworden war. „Fußball ist eben kein Wunschkonzert“, stellt Eckardt ein wenig konsterniert fest. Was den Ex-Coach nachdenklich macht, ist, dass der Trainertausch (übernommen hat Abteilungsleiter Maxi Peschek) nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat.

Die Vöttinger müssen jetzt in einem einzigen Spiel die ganze Saison retten. Das werde schwer genug, prophezeit Eckardt, „zumal du gegen einen Kreisklassisten spielst, der fast alles gewonnen hat, da ist viel Selbstvertrauen da“, warnt Eckardt seine beiden Teams. „Am liebsten wäre mir natürlich, wenn beide drin bleiben“, so Eckardt.

Eine Rückkehr nach Vötting als Klettham-Coach wäre sicher mit viel Emotionen verbunden. Deutliche Worte findet Eckardt aber doch für sein ehemaliges Team. Eigentlich, warnt Eckardt, habe die Elf genug Spieler, die „den Arsch in der Hose haben“, das könnte für eine gute Relegation sprechen. Dezidiert ansprechen wolle er damit aber die erfahrenen Akteure, „Leute wie der Haas oder auch die Pflüglers.“ Spieler, die auf Erfahrung zurückblicken können. „Darauf wird es ankommen.“ Ob der SV Vötting auch im kommenden Jahr durch die Kreisliga tourt. Und vielleicht auf seinen Ex-Coach trifft.

Quelle: Merkur.de

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