Volleyball-Bundesliga

TSV Herrsching muss den Helm aufsetzen

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Eine Schlüsselrolle kommt auf Ferdinand Tille zu, der die starken Aufschläge der Frankfurter möglichst gut verarbeiten muss. 

Nach der Enttäuschung im Pokal geht es für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching in der Liga weiter. Am Sonntag, 16 Uhr (live bei sporttotal.tv), ist die Mannschaft von Trainer Max Hauser bei den United Volleys Frankfurt zu Gast. Die Hessen stehen derzeit einen Platz und einen Punkt schlechter als Herrsching da.

Herrsching – Während die Ammerseer bislang eine nahezu überragende Runde gespielt haben, dürften die Verantwortlichen am Main alles andere als zufrieden sein. Auf der einen Seite stehen Siege gegen Haching, Lüneburg und Düren zu Buche, auf der anderen Seite allerdings teils peinliche Niederlagen gegen Giesen, Königs Wusterhausen und Rottenburg. Am Mittwoch verlor die Mannschaft von Coach Stelio De Rocco im Sechzehntelfinale des CEV-Pokals gegen Schachtjor Soligorsk äußerst knapp mit 2:3. Hauser, der die United Volleys vor der Saison sehr hoch gehandelt hatte („So um Platz zwei rum“) kann sich auch keinen Reim auf die schwankenden Leistungen der Frankfurter machen, hofft aber, dass die „schwache Phase zumindest noch bis Sonntag anhält“. Sein Team selbst ist gut drauf, alle – von Tom Strohbach mal abgesehen – sind fit und brennen auf das letzte Auswärtsspiel des Jahres.

Auch wenn in der Tabelle die Herrschinger knapp vor den Frankfurtern stehen, dürften die Gastgeber dennoch als Favorit ins Spiel gehen. „Das ist schon eine klasse Truppe“, sagt Hauser. Im Sommer krempelten die Frankfurter Macher die Mannschaft nahezu komplett um. Zehn Spieler gingen, neun Neue kamen. Unter anderem Floris van Rekom. Der 28-jährige Außenangreifer gewann in der vergangenen Saison mit Tours das Double. Vom polnischen Topklub Cuprum Lubin kam Masahiro Yanagida. Der japanische Superstar spielte bereits in der Saison 2017/2018 in Deutschland. Damals bei den Bisons Bühl. Der 1,86 Meter große Japaner ist bekannt für seine granatenartigen Sprungaufschläge. „Da müssen wir uns wieder den Helm aufziehen“, sagt Hauser. Der den Herrschinger Fans wohl bekannteste Spieler im Frankfurter Kader ist aber unbestritten Luke Smith. Der Australier war in der ersten Herrschinger Bundesliga-Spielzeit 2014/2015 der erste Ausländer im Kader. „Er war unser erster Profi“, sagt Hauser, der sich auf das Wiedersehen mit Smith freut. Der Kontakt war in den letzten Monaten und Jahren immer da. Hauser: „Er hat eine gute Entwicklung gemacht, wir aber auch.“ Nach seinem Engagement in Herrsching spielte Smith in Finnland, Portugal, in der Türkei und zuletzt in Polen – wie Yanagida bei Cuprum Lubin. Zuletzt kam Smith aber nicht auf viele Einsatzzeiten. „Er hat ziemlich prominente Konkurrenz“, weiß Hauser. United-Coach De Rocco bevorzugt derzeit Yanagida und van Rekom. Auch weil die in der Annahme wohl etwas stärker sind als Smith.

Das wichtigste Element in der Fraport-Arena wird wohl die Annahme sein, um die Frankfurter Aufschläger zumindest mal für eine Rotation auszubremsen. Kann man dann seinerseits an die starke Darbietung vom Friedrichshafen-Spiel oder an den zweiten Satz des Pokalspiels anknüpfen, ist sicherlich eine Überraschung möglich. Auch um die miese Auswärtsbilanz in Frankfurt (sieben Spiele, sieben Niederlagen) endlich mal aufzuhübschen.

Quelle: Merkur.de

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