Volleyball

TSV Hersching brennt ein Feuerwerk zum Jahresabschluss ab

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Durchschlagskräftig: Jalen Penrose markierte 33 Punkte und war damit erfolgreichster TSV-Angreifer. 

Im letzten Spiel des Jahres haben die Bundesligavolleyballer des TSV Herrsching noch einmal einen Sieg feiern können. Sie schlugen die Netzhoppers Königs Wusterhausen nach 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2.

Herrsching – Zum Abschluss der Hinrunde in der Volleyball-Bundesliga haben der TSV Herrsching und die Netzhoppers Königs Wusterhausen ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Nach 142 Spielminuten durften sich die Hausherren vom Ammersee als Sieger feiern lassen. Mit 3:2 (24:26, 33:35, 25:22, 25:22, 15:11) siegte die Mannschaft von Trainer Max Hauser. „Die Netzhoppers sind ein starkes Team“, lobte der TSV-Coach. Die Brandenburger dürfen in der Rückrunde noch auf die Play-offs hoffen. Herrsching verpasste zwar den Sprung auf Platz vier. Dennoch: 18 Punkte zur Saisonhalbzeit sind aller Ehren wert. Zumal die Bilanz positiv ist. Sechs Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber. Der Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Plätze beträgt acht Zähler. Nicht nur Johannes Tille ist froh, dass jetzt erst mal Pause ist. „Das waren doch ziemlich harte Wochen“, sagte der Herrschinger Kapitän. Ab dem 2. Januar bittet Hauser wieder in die Trainingshalle. Auch der seit einige Wochen kränkelnde Trainer will sich einige Tage nicht mit Volleyball beschäftigen.

Zum Jahresabschluss zeigten die Ammerseer noch einmal alle Facetten ihres Könnens. Hauser schickte seine Stammformation aufs Parkett, lediglich auf der Zuspiel-Position begann Benedikt Sagstetter anstelle von Tille. Beim Stand von 4:9 korrigierte Hauser diese Personalie – obwohl es am wenigsten an Sagstetter gelegen hatte. Herrsching kämpfte sich ins Spiel zurück, drehte es und lag bis zum Ende knapp vorne. Doch eine Netzberührung – ausgerechnet von Tille – kostete den Satz. Auch den zweiten Durchgang verschliefen die Hausherren. Der TSV lag zur zweiten technischen Auszeit mit 11:16 zurück, später sogar mit 14:20. Immerhin zeigte er Moral. Mit drei Assen in Folge ließ Tille die 1000 Zuschauer in der Nikolaushalle wieder hoffen. Diagonalangreifer Jalen Penrose packte den Hammer aus, und plötzlich hieß es 24:24. In der Folge vergaben die Hausherren sieben Satzbälle, vier davon von der Aufschlaglinie. Die Netzhoppers blieben cool und verwandelten ihrerseits den dritten.

Während in der Zehn-Minuten-Pause Hallensprecher und Nikolaus Geschenke an die Zuschauer verteilten, wurde es in der Herrschinger Kabine etwas lauter. Hausers Ansprache saß. Die Gäste verließ ein wenig der Mut, vor allem von der Aufschlaglinie. Auf der anderen Seite wollten sich die WWK Volleys nicht mit einer Heimniederlage aus dem Jahr verabschieden. Spätestens als Jori Mantha drei Servicewinner in Serie ins Feld schmetterte, war der TSV nicht mehr aufzuhalten. Auch den Satzball verwandelte der kanadische Außenangreifer. Im vierten Umlauf rannte Herrsching wieder lange der Musik hinterher. Die frenetischen Zuschauer peitschten die Hauser-Truppe ins Spiel zurück. Wieder war es Mantha, der den Satzgewinn eintütete. Im Tiebreak war der TSV hellwach. Mit seinem achten Ass machte Tille den Deckel drauf. Insgesamt 19 Asse erzielten die Gastgeber. „Das habe ich so auch noch nie gesehen“, meinte Hauser. Auch dass ein Team mit einer Angriffsquote von 58 Prozent verliert, überraschte ihn.

Quelle: Merkur.de

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