Zum zweiten Mal verlässt der Keeper Buchbach

Volz nach dem Wechsel: "Ich habe schon ein schlechtes Bauchgefühl"

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Will ab jetzt mit seinen Kommandos beim FC Töging für Stabilität in der Hintermannschaft sorgen: Sandro Volz.

TSV Buchbach - Weg ist er jetzt, der Stammkeeper des TSV Buchbach. Sandro Volz hat den Regionalligisten in Richtung Töging verlassen. Grund hierfür war seine kommende Weiterbildung als Betriebswirt, deren Aufwand sich nicht mit den Aufgaben als Regionalliga-Spieler kombinieren lassen.

Damit streicht der 29-Jährige bereits zum zweiten Mal die Segel beim Team von Anton Bobenstetter. Schon nach seinen zwei Bayernliga-Jahren wechselte er 2012 zum SV Pullach, der auch dieses Mal interessiert war - doch Volz entschied sich für den FC Töging. Warum es ihn zum Landesligisten zieht und wie er seinen Abschied von den Buchbachern sieht, erfahrt ihr im Vorort-Interview!

Sandro, du beendest dein zweites Intermezzo beim TSV Buchbach. Wie schwer fällt dir das?

Diese Entscheidung war für mich wirklich nicht leicht. Eigentlich hatte ich ja einen Vertrag bis Sommer 2018, den ich gerne erfüllt hätte. Aber leider ging es aufgrund der Arbeit nicht anders.

Wie unterscheidet sich der Abschied diesmal von dem vor gut vier Jahren, auch auf emotionaler Ebene?

Schwierige Frage. Damals habe ich meinen Vertrag erfüllt und es war einfacher für den Verein. Jetzt im Winter ist es anders. Sie müssen schnell einen neuen Torwart finden, darauf waren die Verantwortlichen nicht vorbereitet. Da habe ich schon ein schlechtes Bauchgefühl, es war für mich eine blöde Situation. Beim TSV hat man meine Lage aber verstanden und alle sind mir entgegengekommen. 

Die letzten drei Partien vor der Winterpause hast du nicht mehr bestritten. War dir da schon klar, dass du gehen wirst?

Nein, das war es nicht. Ich hatte die Idee mit dem Betrieb schon länger im Hinterkopf, allerdings musste ich noch einige Zulassungen erfüllen. Diese logistischen Sachen klärten sich erst kurz vor Ende der Hinrunde.

Wie siehst du die aktuelle Situation der Mannschaft?

Durch die vielen Verletzten zu Beginn der Saison hatten wir eine personelle Misere, die sich auf die Gesamtleistung auswirkte. Da fehlten gestandene Spieler wie Maxi Hain, Markus Grübl und Christian Brucia. Da diese aber nach der Winterpause wieder dabei sein werden, sehe ich kein Problem. Ich bin davon überzeugt, dass sie die Klasse halten.

Ist Maxi Weber der richtige Mann für deine Nachfolge?

"Mäx" hat sich in den eineinhalb Jahren, die er jetzt beim TSV ist, extrem verbessert. Er ist noch jung (23, Anm.d.Red.), aber auf lange Sicht dürfte er die klare Nummer eins sein. Klar ist aber auch, dass die Verantwortlichen noch einen Keeper holen müssen. Ob das ein Gestandener oder Junger wird, kann ich nicht einschätzen.

Wie ist es für dich, dem Team nicht mehr helfen zu können? Gab es Reaktionen aus der Mannschaft?

Natürlich ist es schade, aber in meinem Alter muss man auch mal ein bisschen weiter denken. Die Chance, die sich mir geboten hat, habe ich in zwei oder drei Jahren vielleicht nicht mehr. Im Fußball ist für mich ohnehin bald "Schicht im Schacht". Ich musste den Beruf in den Vordergrund stellen und diese Chance nutzen. Meine Mitspieler verstehen das.

Kommen wir zu deinem neuen Verein. Warum der FC Töging?

Töging passt für mich perfekt. Anton Bobenstetter und mein Kumpel Thomas Hamberger haben den Kontakt hergestellt. Der Anruf von Abteilungsleiter Klaus Maier kam sehr schnell. Die Gespräche verliefen angenehm, er hat sich sehr um mich bemüht. 

Ich muss dort nur zwei Mal die Woche trainieren und kann somit gut in die Abendschule für den Betriebswirt gehen. Ich kenne die Mannschaft und Spieler wie Hamberger, Christopher Scott und Bernd Brindl, das hat natürlich positiv beigetragen.

Gab es auch andere Angebote?

Durchaus, zum Beispiel vom SV Pullach, wo ich ja schon gespielt habe. Ich hatte gute Gespräche mit Manager Theo Liedl. Auch mit meinem Vater beim SV Bad Tölz habe ich gesprochen. Am Ende war aber Töging die beste Lösung für mich.

Wie sieht es mit deinen Zielen dort aus?

Erstmal will ich mit den Jungs die Klasse halten. Dazu gilt es die Defensive zu stabilisieren. Ich hoffe, dass ich da mit meinen Fähigkeiten helfen kann. Man verlangt von mir, dass ich Verantwortung übernehme - dazu bin ich natürlich bereit. Mit Blick auf die folgende Saison sind wir mit Sicherheit in der Lage, oben anzugreifen, sofern wir die ein oder andere Verstärkung bekommen!

Das Gespräch führte Conan Furlong

Quelle: fussball-vorort.de

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