Der breite Kader als neue Unterhachinger Stärke

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Stephan HainDer lange verletzte Stürmer traf in der Vorbereitung drei Mal.

Die 3. Liga startet am Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Die SpVgg Unterhaching muss zum Auftakt am Samstag (14 Uhr) zu den Würzburger Kickers.

Unterhaching – Die letzten Erkenntnisse vor dem ersten Anstoß 2020 sind: Der Kader ist groß wie lange nicht, der Konkurrenzkampf damit ebenso. Zwei Neuzugänge sind schon gut integriert und zumindest einer bereits eine Option fürs Debüt im Hachinger Dress. Und: Stephan Hain trifft das Tor wieder.

Nach langer Verletzung kehrte der Ex-Torjäger in der Vorrunde der laufenden Saison langsam zurück. Immerhin auf 13 Einsätze kam der 31-Jährige, in die Startelf schaffte er es nach acht Monaten erstmals im November. Da wurde ihm in der Partie in Mannheim auch sein bisher einziger Treffer zugeschrieben, auch wenn er nur mit den Haarspitzen einen strammen Schuss von Alexander Winkler noch berührt hatte. „Das Tor wollte er“, erinnert sich Trainer Claus Schromm, „und er hat nach dem Spiel auch drum gekämpft. Das zeigt, dass für einen Torjäger halt doch vor allem Tore zählen.“

Dass es davon in dieser Saison noch mehr werden, darauf hoffen die Hachinger natürlich. Und die Vorbereitung verlief für den Stürmer auch in dieser Hinsicht bestens. Fünf Tore verbuchte die SpVgg in drei Testspielen, drei davon gingen auf Hains Konto. „Es war wichtig, dass er viel Spielzeit bekommt“, sagt Schromm, „und auch wenn noch nicht alles rundläuft, sprechen die Fakten für ihn. Diese drei Tore tun ihm sicher richtig gut. Auch wenn er ein Typ ist, der sich mehr nach innen freut, hat man ihm das angemerkt.“

Hain dürfte also im Rennen um einen der beiden Plätze im Sturmzentrum die Nase vorn haben. Daneben gibt es aber wesentlich mehr offenen Fragen in Sachen Startelf als früher. Das Trainerteam war in Klausur gegangen und hatte überlegt, wer aus dem großen Kader einen Platz in der ersten Elf sicher hat. „Ganz ehrlich“, verrät Schromm, „es kam raus: keine Handvoll. Bisher waren es schon immer so sieben, acht Spieler. Das hat sich durch die Breite und die Qualität des Kaders geändert.“

Nicht zum Nachteil für die Stärke der SpVgg: „Wir hatten ein sehr hohes Trainingsniveau“, so der Chefcoach zufrieden, „jeder hat den Kampf und die Bereitschaft gezeigt, für die eigene Position zu kämpfen.“

Klingt gut und macht Hoffnung, dass in dieser Saison nicht wieder einer starken Vor- eine schwache Rückrunde folgt. Schromm sieht jetzt eine „komplett andere Situation“. Qualität kam auch durch Neuzugang Felix Müller vom SV Sandhausen zum Kader hinzu, Haching kann sich über einen Zweitliga-Spieler als Ergänzung im offensiven Mittelfeld freuen. Da der Neue die Vorbereitung komplett mitgemacht hat, wird er „sicher in Würzburg dabei sein“, sagt Schromm. Ob in der ersten Elf oder auf der Bank, wird man sehen – wie bei einigen anderen bisher gesetzten Stammkräften auch. 

Quelle: Merkur.de

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