Doppel-Interview

„Wir wollen im Derby ein Ausrufezeichen setzen“

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Moritz Heinrich hofft auf einen Torerfolg gegen Sechzig. 

Die SpVgg Unterhaching gegen den TSV 1860 München: Vorm Derby in der 3. Liga sprachen wir mit zwei Ex-Löwen, die jetzt für Haching kicken.

UnterhachingMoritz Heinrich und Christoph Greger von der SpVgg Unterhaching haben ebenso wie SpVgg-Präsident Manfred Schwabl, Cheftrainer Claus Schromm und fünf weitere Mitspieler eine Vergangenheit beim TSV 1860 München. Die beiden Haching-Spieler haben bei den Münchner Löwen alle Jugendmannschaften durchlaufen. Im Interview mit dem Münchner Merkur spricht das Duo vor dem Derby der SpVgg am Sonntag (14 Uhr) gegen 1860 über die Zeit bei den Münchner Löwen, die Konditionsstärke und zieht dabei Vergleiche zwischen beiden Mannschaften.

Wie ist Ihr heutiger Bezug zum TSV 1860, wo Sie fußballerisch ihre längste Zeit verbracht haben?

Heinrich: Ich hatte schöne und schwierige Zeiten dort. 1860 ist ein Traditionsverein mit richtig geilen Fans und für mich nach wie vor der Verein, in dem ich die längste Zeit meines Lebens Fußball gespielt habe. Prinzipiell halte ich noch zu 1860. Aber wenn sie gegen uns spielen, stellt sich diese Frage ja nicht.
Greger: Ich bin gegenüber 1860 auch positiv eingestellt. Jeder gibt natürlich für seine Farben alles, wünscht dem anderen aber alles Gute. Es wäre schön, wenn wir ein Derby gegen 1860 irgendwann einmal in der 2. Liga hinbekommen würden.

Wie schätzen Sie die Löwen vor dem Derby ein?

Greger: Wir haben alle das Derby gegen Bayern II vergangenes Wochenende verfolgt. 1860 hat jetzt einen neuen Trainer und hat gegen Bayern auch in einer neuen Formation gespielt. Je länger das Spiel gedauert hat, umso besser sah es bei den Löwen aus. Ich glaube allerdings, dass wir eher mit uns zu kämpfen haben und nicht mit dem Gegner.
Heinrich: Ich gebe Chris recht: Man merkt auf jeden Fall, dass 1860 in der zweiten Hälfte immer noch eine Schippe obendrauf legen kann. Das war auch gegen uns im Pokalspiel so. Wir können auf jeden Fall gewinnen, wenn wir klar im Kopf sind und den Fußball der ersten Spiele auf den Platz bekommen. Bei einem Heimspiel ist immer viel möglich.

Christoph Greger freut sich aufs Derby.

Halten Sie Haching für offensiv oder defensiv stärker als die Löwen?

Heinrich: Ich erinnere mich jetzt an kein Spiel, in dem wir uns hinten reingestellt oder versteckt haben. Wir wollen Fußball immer nach vorne spielen. Das ist uns zuletzt gegen Magdeburg zwar weniger gut gelungen. Aber in einem Derby gehen wir mit breiter Brust vorn drauf.
Greger: Wenn man Zahlen vergleicht, sind wir defensiv klar besser. Aber das ist jetzt ein Spiel, da zählt die Statistik nicht. In den vergangenen Wochen hatten wir ein mit uns selbst zu kämpfen, umso mehr wollen wir im Derby ein Ausrufezeichen setzen. Mit einem Erfolg können wir den Blick wieder nach vorne richten.

Was haben Sie sich persönlich für das Duell gegen Ihren Ex-Verein vorgenommen?

Greger: Wieder zu Null zu spielen. Ohne Gegentor zu bleiben, das haben wir in dieser Saison acht Mal geschafft. Das ist der Spitzenwert in der 3. Liga. Mein Ziel als Verteidiger ist es, zusammen mit meinen Mitspielern in der Abwehrkette den Laden dichtzuhalten. In der Offensive können wir uns auf unsere Spezialisten vertrauen.

Kann man Ihnen vertrauen, dass Sie wieder ein Tor schießen, Herr Heinrich?

Heinrich: Ich hoffe es. Wir können uns den Frust der jüngsten Spiele einfach rausschießen. Ein Derby in der eigenen Stadt zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Das wäre mit einem eigenen Treffer natürlich nochmal schöner. Wichtig ist, dass wir lange hinten dicht halten und endlich mal wieder im Kollektiv zuschlagen.

Welcher Druck ist größer: im Derby die Oberhand behalten zu wollen oder siegen zu müssen, um den Anschluss nach oben nicht abreißen zu lassen?

Heinrich: Für mich ist es ein größerer Druck, dass wir gewinnen müssen, um oben dranzubleiben. Der Abstand zu 1860 ist schon etwas größer und sie könnten uns mit einem Sieg nicht einholen. Deswegen ist der Aspekt wichtiger, oben dranzubleiben und drei Punkte mitzunehmen.
Greger: Es ist natürlich schon so, dass das Spiel eine gewisse Brisanz hat. Uns liegt sehr viel an diesem Spiel, trotzdem gibt es aber am Ende nur drei Punkte für einen Sieg. Wir freuen uns darauf, die kleine Ergebnisschwäche zu beenden und wieder oben anzugreifen. Und aufs volle Stadion freuen wir uns.

Quelle: Merkur.de

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