Ex-Stürmer bald Fußballlehrer

Vorbeck: Dank 1860 Rosenheim die große Trainer-Karriere?

Marco Vorbeck begann seine Trainerkarriere im Jugendbereich des TSV 1860 Rosenheim. Foto: Charly Becherer

Nach einer holprigen Spielerkarriere will Marco Vorbeck als Trainer nochmal im Profifußball durchstarten. Mit Daniel Bierofka und Co. absolvierte der Ex-Profi nun den DFB-Lehrgang zum Fußballlehrer.

Marco Vorbeck galt als großes Stürmertalent Deutschlands. Richtig durchstarten konnte der dreifache U21-Nationalspieler jedoch nie. Nach 38 Bundesligaspielen für den FC Hansa Rostock verschlug es Vorbeck zu Dynamo Dresden. Dort konnte der Mecklenburger nicht Fuß fassen. 

In der 2. Bundesliga sollte es auch im Trikot des FC Augsburg nicht funktionieren und so stand Vorbeck nach der Saison 2008/09 ohne Verein da. Ewald Lienen, der den Stürmer aus seiner Zeit bei Hansa Rostock kannte, wollte ihn daraufhin zu den Löwen holen. Vorbeck trainierte sogar schon auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114, bis sich die Münchner letztendlich gegen eine Verpflichtung entschieden. Der Stürmer ließ seine Karriere dann beim TSV 1860 Rosenheim in der Bayernliga ausklingen. 

Vom Bankkaufmann zum Nachwuchs-Trainer

Dort nahm seine Karriere aus sportlicher Sicht zwar ein jähes Ende, beruflich ging es am Inn jedoch steil bergauf. Der Klub vermittelte Vorbeck in Rosenheim eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Diese habe ihn geerdet, verrät er im Interview mit dem kicker. „Als Profi lebst du in einer Blase“, so der Ex-Stürmer. Einen anderen Beruf „von der Pike auf“ zu erlernen und mit einem niedrigeren Gehalt zurechtkommen zu müssen, habe ihn auf den Boden zurückgebracht.

Die Trainerlaufbahn schlug Vorbeck nur zufällig ein. „Als junger Profi hätte ich mir nicht vorstellen können, mal vor einer Mannschaft zu stehen“, gibt er preis. Nachdem Vorbeck von 1860 Rosenheim die Möglichkeit bekommen hatte, die Nachwuchsmannschaften zu trainieren, war der ehemalige Profi Feuer und Flamme für den Beruf. „Zu sehen, wie sich Spieler im Laufe einer Saison entwickeln, eigene Ideen einzubringen - das hat mir sehr viel Spaß gemacht“, erinnert er sich.

Nach vier Jahren bei den Rosenheimern heuerte er schließlich bei FC Hansa Rostock an. 2015 übernahm er die Leitung der Rostocker U17, stieg mit den Nachwuchsspielern in der ersten Saison sogar in die B-Junioren-Bundesliga auf. Nach drei Spielzeiten beendete Vorbeck schließlich sein Engagement bei der Hansa, „weil die Chemie zwischen dem neuen NLZ-Leiter und mir nicht passte“.

"Ich glaube, ich zerschneide meine Bahncard"

Seine Karriere kam dadurch aber keineswegs ins Stocken. Im Gegenteil: Vorbeck ergatterte einen der wenigen und umso begehrteren Plätzen für den DFB-Lehrgang zum Fußball-Lehrer. Im letzten Jahr drückte der 37-Jährige neben prominenten Fußballgrößen die Schulbank in Hennef. Zusammen mit Daniel Bierofka, Andreas Hinkel und Patrick Helmes wird er am 28. März der Lizenz-Verleihung in Köln beiwohnen.

Vom vielen Pendeln kann allen voran der Löwen-Coach Bierofka ein Lied singen. Vorbeck musste in den neun Monaten des Lehrgangs unzählige Stunden im Zug von der Ostsee nach Hennef und retour verbringen. Davon hat der Coach erstmal genug: „Ich glaube, ich zerschneide meine Bahncard“, sagt Vorbeck mit einem Augenzwinkern.

Der zukünftige Fußballlehrer möchte seine Erfahrungen aus dem Profifußball nutzen, um selbst ein besserer Coach zu werden. Er habe auch Trainer erlebt, deren Umgang mit den Spielern er als „nicht leistungs- und vertrauensfördernd“ empfand. Vorbeck hingegen möchte seine Jungs „helfen, dass sie nicht die gleichen Fehler machen wie ich“.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

TSV 1865 Dachau nimmt Saisonsieg Nummer sieben ins Visier 
TSV 1865 Dachau nimmt Saisonsieg Nummer sieben ins Visier 
Trotz Unterstützung der Mannschaft: SpVgg Langenpreising feuert Trainer Hösl
Trotz Unterstützung der Mannschaft: SpVgg Langenpreising feuert Trainer Hösl
TSV Buchbach mit großer Personalmisere gegen den VfR Garching
TSV Buchbach mit großer Personalmisere gegen den VfR Garching
Nominierung dank Kiosk-Kamera: Florian Bacher für den Bayern-Treffer des Monats nominiert
Nominierung dank Kiosk-Kamera: Florian Bacher für den Bayern-Treffer des Monats nominiert

Kommentare