Vorne Gröber, hinten Hablowetz

- Eitting (fcf) - Mit einem sensationellen 1:0-Sieg gegen Tabellenführer VfB Eichstätt gelang dem FC Eitting der ganz große Coup. Einen Spieltag vor Saisonschluss hat die Hablowetz-Truppe nun alle Trümpfe zum Klassenerhalt selbst in der Hand. Im letzten Saisonspiel am kommenden Mittwoch gegen den TSV 1865 Dachau reicht ein Unentschieden.<BR>

<P>Eigentlich gingen die Eittinger chancenlos in das Duell mit dem Spitzenreiter. Am Tag vor der Partie lag Spielertrainer Ernst Hablowetz mit einer Erkältung im Bett. Am Spieltag suchte er telefonisch Ersatz, doch auch Thomas Maier fiel aus, und so entschloss er sich, doch selbst aufzulaufen. Er wählte den Liberoposten für sich - im Irrglauben, dort weniger laufen zu müssen. Es war am Samstag der stressigste Part, denn von der ersten Minute an liefen die Angriffe des VfB Eichstätt, wie es sich für einen BOL-Anwärter geziemt. Doch die Eittinger setzten der Spielkunst des Gastes Einsatz und Zweikampfhärte entgegen.<P>Robert Neudecker legte sich gleich mit Goalgetter Meier an, und Josef Eder ließ Eichstätts zweiten Torjäger Hörmann ebenfalls keinen Spielraum. Nur einmal kamen die Platzherren aus ihrer Hälfte in den Strafraum der Neuburger, doch der Kopfball von Albert Gröber war harmlos und ging am Tor vorbei. Die Eichstätter maßen dem Konter keine Bedeutung bei, was sich rächen sollte. Reinhard Neudecker eroberte sich den Ball, setzte Dominik Maier ein, der steil auf Wolfgang Neudecker spielte. Der flinke Angreifer setzte sich am Flügel durch, und seine Flanke verwandelte Gröber per Kopfball zur Führung. Wütende Gegenangriffe der Neuburger waren die Folge, doch sie blieben ohne Erfolg, weil die Abwehr wie eine Eins stand.<P>Das änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Das Spiel verlagerte sich nun vollends in die Eittinger Spielhälfte. Nur sporadisch kamen die Gastgeber über die Mittellinie. Meist gab es Vollversammlungen im eigenen Strafraum, wo Hablowetz mit viel Übersicht seine Abwehrspieler dirigierte und zum Turm in der Schlacht avancierte. Fast jede hohe Flanke wehrte er per Kopfball ab und sorgte durch geschicktes Stellungsspiel, dass er auch viele Pässe abfing.<P>BEZIRKSLIGA NORD <P>Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste nervöser. Symptomatisch auch, dass ihre beiden Stars das Spielende nicht mehr auf dem Platz erlebten. Hörmann wurde ausgewechselt, und Meier sah die Ampelkarte. Einer der besten in den Reihen der Eittinger war der 40-jährige Gerhard Schrödl, der bis zum Umfallen kämpfte und freimütig nach dem Spiel zugab: "Ich hätte keine Minute länger mehr spielen können."<P>

Quelle: Merkur.de

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