Kellerderby in Eschenlohe - SVU will Guggemoos stoppen

Vorschau A-Klasse 6: Der Kampf gegen den Abstieg

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Zum Haare raufen: Helmut Schug und sein FC Mittenwald haben im Winter fast nur in der Halle trainiert. Am Sonntag geht‘s gegen den ASV Antdorf II endlich auf den Rasen.

Diesmal fällt keine Partie aus. Alle acht A-Klassisten aus dem Landkreis sind am Wochenende im Einsatz.

Landkreis – Auch in Mittenwald ist der Platz spielbereit. Im Fokus steht der Abstiegskampf. Ein richtungsweisendes Derby bestreiten etwa am Sonntag der SV Eschenlohe und der FC Oberau.

SC Eibsee Grainau – SF Bichl

Ein wenig Ratlosigkeit hat die Heimniederlage des SC Eibsee Grainau gegen Eberfing schon hinterlassen. Prinzipiell waren es deutlich zu wenig Torabschlüsse. Doch warum seine Elf so weit von der geforderten Zielstrebigkeit entfernt war, vermochte Andreas Zinn nicht aufzuklären. „Darauf habe ich keine Antwort“, sagt der Spielertrainer. Ballbesitz sei ja schon etwas Schönes. Aber nicht „Haken hier, Haken da, und kein Ball dahin, wo es wehtut.“ Für das Heimspiel gegen Spitzenreiter Bichl ist seine Forderung klar: „Mehr Torchancen erarbeiten – sonst wird´s maximal ein Punkt.“ Zinn überlegt, das System der Grainauer etwas umzumodeln. Liegt zum einen an der Absenz eines Quartetts an Führungsspielern. Weder Thomas Bilz, noch Alex Arlt, Max Hauck und Michael Hirschmann werden mithelfen können, dem Ligaprimus durch einen Dreier auf die Pelle zu rücken. Es ist aber auch die „Schnelligkeit und Torgefahr“ von SF-Sturmjuwel Sigi Zauner, die den Coach umtreibt. „Vielleicht stehen wir einen Tick tiefer“, sagt Zinn. Fakt ist: „Wir sind sehr jung aufgestellt und werden einen anderen Gameplan als letzte Woche haben.“  or

1. FC Penzberg II – TSV Farchant

Der Tabellenplatz spricht für sich. Als Vorletzter startet der TSV Farchant in die Mission Klassenerhalt. Die Partie beim 1. FC Penzberg II bezeichnet Kapitän Stefan Fessenmayer nach einer verkorksten Wintervorbereitung samt mangelhafter Trainingsbeteiligung als „erste Standortbestimmung“. Ein Unentschieden wäre für ihn ein Erfolg. Er sagt:. „Spiele gegen Reserve-Teams sind immer eine harte Nuss.“ nutz

VTA Garmisch-P. – SV Eberfing

Zeki Serdaroglu hält nicht viel von großen taktischen Varianten. „In der A-Klasse brauchst du es damit nicht zu übertreiben“, sagt der Abteilungsleiter des VTA Garmisch-Partenkirchen. Er bevorzugt es, die Dinge einfach zu halten. Seine Devise für das Heimspiel gegen den SV Eberfing: „Vorne die Chancen nutzen und hinten 90 Minuten lang aufpassen.“ Klingt nach einem guten Plan. Gegen Eschenlohe klappte das zuletzt schon ganz ordentlich. Das überraschende 1:1 nach einer sehr durchwachsenen Wintervorbereitung hat für positive Stimmung gesorgt beim VTA. „Wir glauben alle an den Klassenerhalt.“ Dass die Werdenfelser Fußballspielen können, bezweifelt niemand. Doch läuferisch wird es wohl auch gegen Eberfing wieder eine Herausforderung, das Tempo über die volle Spieldauer mitzugehen. „Wir brauchen auch das Glück auf unserer Seite“, räumt Serdaroglu ein. Da der heimische Platz am Kainzenbad nach wie vor gesperrt ist, findet die Partie auf dem Kunstrasen am Gröben statt.  nutz

SV Uffing II – SV Söchering

Wer gegen den SV Söchering punkten will, dem sei geraten, Anton Guggemoos irgendwie aus der Partie zu nehmen. Nun gut, die neueste Erkenntnis ist das freilich nicht. Seit Jahren zählt der Stürmer zu den treffsichersten Bombern der A-Klasse. Seine Qualität stellte er erst vergangene Woche erneut unter Beweis. Mit drei Toren beförderte er den SV Ohlstadt II praktisch im Alleingang auf die Verliererstraße. „Er ist der entscheidende Mann“, sagt daher auch Florian Neuner, Trainer beim SV Uffing II. Damit es seinen Kickern nicht so ergeht wie denen des SVO, hat er einen Spezialbewacher für Guggemoos auserkoren: Sebastian Graf, der im Winter von den SF Pasing zum SVU gewechselt ist. Neuner setzt auf die Routine des 32-jährigen Verteidigers. „Er wird versuchen, ihn kaltzustellen.“ Doch besteht Söchering natürlich nicht nur aus Guggemoos. „Da können schon auch andere kicken.“ Vor allem die kraftvolle Spielweise des Tabellenzweiten imponiert dem Uffinger Coach. „Da müssen wir dagegenhalten.“ Nicht helfen wird dabei Franz Matschl können – der Oberschenkel zwickt. „Bitter“, sagt Neuner. „Ein wichtiger Mann.“  nutz

SV Eschenlohe – FC Oberau

Sieben Zähler wollte Thomas Hesse nach den drei Heimspielen zu Beginn der Rückserie anschreiben. Das ist freilich immer noch möglich. Doch hat sich nach der enttäuschenden Punkteteilung mit dem VTA Garmisch die Perspektive ein wenig relativiert. „Wir wollen nicht verlieren, um an Oberau dranzubleiben“, sagt Hesse vor dem direkten Duell fast schon kleinlaut. Er hätte sich in der Vorwoche einen anderen Auftritt seiner Elf erhofft. Vor allem das nachlassende Tempo beschäftigt ihn. „Freundschafts- und Pflichtspiele sind eben zwei Paar Stiefel.“ Während der Woche ließ Hesse viele Spielformen trainieren. „Um Sicherheit zu gewinnen.“ Ferner räumt der Trainer ein, dass die tief stehenden VTA-Kicker seinen Angreifern Probleme bereitet hätten. Aber: Es gibt die zweite Chance für alle. „Mannschaft und Taktik bleiben unverändert.“

Mit einer Niederlage ist auch der FC Oberau in das neue Spieljahr gestartet. 1:2 unterlag das Team von Sebastian Schmölzl dem SC Huglfing. „Etwas bitter“, sagt der Coach mit Blick auf das Gegentor in der 90. Minute. „Doch gegen Huglfing darf man verlieren.“ Mit der Leistung seiner Schützlinge war er durchaus zufrieden. Auch wenn ihm der unbedingte Siegeswille abging. „Wir müssen das Glück auch mal erzwingen“, betont er. Nur guten Fußball zu spielen, reicht eben nicht immer. In die „richtungsweisende Partie“ geht der FCO mit vollem Kader. „Wir sind heiß.“  or/nutz

FC Mittenwald – ASV Antdorf II

Für den FC Mittenwald ist die Partie gegen den ASV Antdorf II fast schon ein Kaltstart. Gerade einmal zwei Trainingseinheiten auf Rasen hat die Mannschaft von Helmut Schug seit Beginn der Winterpause absolviert. „Und auch da war der Platz voller Schnee“, betont der Trainer. Die Voraussetzungen könnten also besser sein. Aber Schug jammert nicht. „Wir sind auch so in der Lage, zu punkten.“ Personell sieht es nämlich sehr gut aus beim FCM. Lediglich Josef Gerstmeir („Schade, der läuft mehr als alle anderen“) fehlt verletzt. Aufgrund der fehlenden Spielpraxis seiner Schützlinge hat ihnen Schug eine defensive Herangehensweise verordnet. „Wir werden nach der langen Pause erst einmal versuchen, wieder reinzufinden.“ Schritt für Schritt soll es dann nach vorne gehen. „Keine Sorge. Wir werden sicher nicht 90 Minuten mauern.“  nutz

SV Ohlstadt II – SC Huglfing

Tobias Fischbach klang schon optimistischer. „Vieles steht noch in den Sternen, wir lassen uns überraschen“, sagt der Trainer des SV Ohlstadt II bezüglich der Aufstellung fürs Wochenende. Tatsache ist: Der SVO geht vor dem Heimspiel gegen Huglfing personell am Stock. Mit Tobias Weber (verletzt) sowie den angeschlagenen Luis Steffl, Sebastian Ziener, Tobias Reißl, Florian Wäckerle und Andreas Wunder fehlen sechs Stammkräfte. Hinzu kommt die enge Personaldecke beim Kreisligateam, von dem allenfalls zwei Spieler nachrücken werden. Doch Fischbach legt den Fokus auf das Wesentliche. Man gehe aus gutem Grund bei Spielern mit Blessuren kein Risiko ein. „Nächste Woche haben wir ein Sechs-Punkte-Spiel in Eschenlohe“, betont der Coach. Um den aktuellen Kader entsprechend aufzufüllen, dürften indes einige Telefonate mit eigentlichen Ex-Spielern von Nöten sein. Vor Huglfing hat Fischbach großen Respekt. Das junge Team habe im Laufe der Spielzeit „viel Dynamik“ erlangt. Fischbach hat Verwandtschaft in Huglfing, ist über die Abläufe einigermaßen informiert. Er sagt: „Der Verein will Gas geben.“  or

Quelle: Merkur.de

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