Schromm: "Ist nicht unser Job"

Vorwürfe gegen Schwabl lassen Spieler kalt

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Der Sport rückt bei der SpVgg Unterhaching wieder in den Mittelpunkt: Trainer Claus Schromm und Kapitän Josef Welzmüller.

SpVgg Unterhaching - Vorteil Augsburg: Wenn die Hachinger am Samstag in der Regionalliga bei der Zweitvertretung des Bundesligisten antritt, hat sie ein spielfreies Wochenende hinter sich. Wegen der schlechten Platzverhältnisse wurde die Begegnung gegen Schalding-Heining vor einer Woche abgesagt

Erst eine Partie (1:1 in Schweinfurt) absolvierte die SpVgg nach der zweieinhalb Monate langen Winterpause, seitdem sind schon wieder zwei Wochen verstrichen. Augsburg dagegen hat bereits drei Spiele hinter sich gebracht und sich dabei mit vier Punkten für die Restsaison und den Kampf gegen den Abstieg in Stimmung geschossen.

Auch für SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm ist das ein Vorteil für den Gegner: „Klar sind die Augsburger näher dran, die machen schon ihr viertes Spiel, wissen eher, wo sie stehen. Und sie sind gut drauf, wie wir gesehen haben. Wenn man schon im Rhythmus ist, tut man sich sicher leichter.“

Ihm blieb nichts anderes übrig, als die zwangsfreie Zeit üppig mit Trainingseinheiten für sein junges Team zu füllen. Die fanden dummerweise immer noch ausnahmslos auf Kunstrasen statt. „Wir haben die Pause genutzt“, sagt Schromm dennoch und versichert: „Wir gehen gut erholt ins Augsburg-Spiel.“ Das ist auch nötig, denn Zeit zum Verschnaufen bleibt anschließend nicht. Am Dienstag schon steht das Nachholspiel gegen Schalding-Heining an, am Freitag bereits das nächste Heimspiel gegen Bayern München II.

Gut, dass da die Personallage etwas entspannter ist als zuletzt. „Wir haben genug Spieler und können dem ein oder anderen auch mal eine Pause gönnen“, so Hachings Chefcoach, „es ist sicher nicht sinnvoll, die komplette Mannschaft alle drei Spiele machen zu lassen.“

Neben den Langzeitverletzten stehen noch hinter zwei Spielern Fragezeichen. Kapitän Josef Welzmüller plagt sich immer noch mit seiner Muskelblessur aus dem Vorbereitungsspiel gegen Heimstetten herum, er trainiert inzwischen aber wieder mit und dürfte fit werden. Bei Ulrich Taffertshofer entscheidet sich ein Einsatz kurzfristig. Der 24-Jährige hatte im Training eine verhängnisvolle Begegnung mit Torhüter Stefan Marinovic. Das ungleiche Duell mit dem 96-Kilo-Koloss verließ Taffertshofer mit einer schmerzhaften Hüftprellung.

Dabei sein wollen beide Angeschlagenen „unbedingt“, so Schromm, der sich schon überzeugen konnte, dass seine Kicker scharrend in den Startlöchern stehen: „Das war eine relativ heiße Geschichte im Training, jeder will endlich wieder raus auf den Platz.“

Die Vorwürfe gegen Präsident Manfred Schwabl im Vorfeld der Jahreshauptversammlung lassen die Mannschaft offiziell übrigens kalt, wie der Cheftrainer beteuert: „Wir konnten zum Glück oft genug trainieren und sind froh, dass wir Fußball spielen dürfen. Alles andere ist nicht unser Job.“ Darauf hofft auch Kassenprüfer und Wahlausschuss-Vorsitzender Christoph Hütt, der die schweren Vorwürfe gegen Schwabl erhoben hatte: „Das ist eine ärgerliche Situation im Verein, weil sportlich ja alles gut funktioniert. Es wäre blöd, wenn das Auswirkungen auf die Leistungen der Mannschaft hätte.“

SpVgg Unterhaching: Marinovic – Bauer, Welzmüller, Winkler, Dombrowka – Taffertshofer, Nicu – Sieghart, Marseiler, Bigalke – Lux.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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