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A-Klasse 6 kompakt

VTA jubelt dank Kücük - Schorer schießt Uffing in Krise

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Gleich klingel’s: Justin Karg (r.) trifft für den VTA zum 2:0 gegen Mittenwald. 

Im Tabellenkeller bleibt es spannend. Der VTA schöpft im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung. Uffing rutscht tiefer in die Krise. Die A-Klasse 6 kompakt. 

Landkreis – Lediglich vier Partien mit Landkreis-Beteiligung haben sich am Wochenende in der A-Klasse ereignet. Jedoch hatten es diese in sich. Der VTA zieht Mittenwald mit in den Abstiegskampf, Uffings Krise verschärft sich und der FC Oberau kann wohl mit einer weiteren Saison in der selben Liga planen. Im Gegensatz zum SC Eibsee Grainau. Durch den 1:0-Heimsieg über Penzberg ermöglich sich womöglich doch noch die Chance, in Richtung Aufstiegsrelegation zu schnuppern.

VTA Garmisch-P. – FC Mittenwald 3:2 (2:1)

Schiedsrichter: Max Gall (SV Söchering). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 (3.) Yozgat, 2:0 (6.) Karg, 2:1 (20., Foulelfmeter) Schug, 2:2 (60.) Schug, 3:2 (70.) Kücük. – Gelb-Rote Karte: Yozgat (90., VTA).

Ganz geheuer ist auch Erdal Kücük der aktuelle Lauf des VTA Garmisch-Partenkirchen nicht. Das 3:2 über den FC Mittenwald war bereits der dritte Sieg in Serie für die Werdenfelser – und das nachdem das Team zuvor für die gleiche Anzahl an Erfolgen 18 Partien benötigt hatte. „Wir sind selber sprachlos“, sagt der Spielertrainer ob des Formhochs seiner Mannschaft. Gründe gibt es genügend. Neben Torhüter Daniel do Rosario Fernandes, der die VTA-Defensive deutlich stabilisiert hat, ist auch ein anderer Faktor den Garmisch-Partenkirchnern derzeit hold: das Glück. So fanden gegen Mittenwald gleich die ersten beiden Schüsse des VTA ihren Weg ins Tor. Erst vollendete der stark aufspielende Mert Yozgat einen Alleingang gekonnt, dann traf Justin Karg aus dem Getümmel. „Ein Traumstart“, sagt Kücük. Mit der Führung im Rücken zog sich das Team zurück, lauerte auf Konter. Der Plan misslang. Die Gäste wurden von Minute zu Minute dominanter und glichen bis Mitte der zweiten Halbzeit durch zwei Treffer von Markus Schug aus. Die Partie schien Kücük und Co. zu entgleiten. „Wir sind eigentlich nur noch hinten dringestanden“, räumt der Stürmer ein. Doch brachte einer der wenigen Angriffe die Entscheidung. Einen Eckball wuchtete Kücük per Kopf ins Tor. In der Folge brachte der VTA den Sieg mit viel Leidenschaft ins Ziel – und hält somit Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Kücük betont: „Wir werden nicht aufgeben – niemals.“

Ebenfalls mit den letzten beiden Tabellenplätzen müssen sich nach der Niederlage am Kainzenbad die Mittenwalder machen. Ihr Trainer Helmut Schug war jedenfalls wenig erbaut von der Vorstellung seines Teams. „So schlecht waren wir ganz lange nicht“, sagt er. „Das war eine Katastrophe.“ Keiner seiner Schützlinge habe Normalform erreicht. „Manche habe ich gar nicht wiedererkannt, solche Fehler sind denen passiert.“ Ein Unentschieden wäre ihmzufolge zwar möglich gewesen, „aber verdient hätten wir es nicht gehabt“.  

SC Eibsee Grainau – 1. FC Penzberg II 1:0 (1:0)

Schiedsrichter: Robert Jyrek (SV Bad Heilbrunn). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 (37.) B. Yerli (Eigentor).

Andreas Zinn genügte ein Wort, um den 1:0-Heimsieg seiner Mannschaft zu beschreiben. „Dreckig“, sagte der Spielertrainer des SC Eibsee Grainau. „So war er.“ Was er damit meint: Spielerisch war seine Elf der Bezirksliga-Reserve aus Penzberg klar unterlegen. Mit hoher technischer Klasse hatten die Gäste das Geschehen stets im Griff. „Die können alle richtig kicken“, betont Zinn. Doch die Grainauer können kämpfen – und taten das mit Bravour. Über die gesamte Spieldauer stemmte sich die Heimelf mit aller Kraft gegen die Angriffswellen der Penzberger. In jeden Schuss warfen sie sich, jede Flanke blockten sie wenn nur irgendwie möglich. „Wir haben bärenstark verteidigt.“ Und vorne legten die Grainauer eine unwahrscheinliche Effektivität an den Tag. Bei einem ihrer seltenen Vorstöße holten sie Mitte der ersten Halbzeit einen Eckball heraus. Einer mit Folgen, wie sich herausstellen sollte. Hannes Gaißmaier flankte den Ball nach innen, irgendwie flipperte dieser zwischen den Spielern umher und landete schließlich im Netz. „Wie genau der reingegangen ist, weiß keiner“, stellt Zinn klar. Aber sei’s drum. Dass der spielende Coach mit zwei starken Paraden den Sieg in der Schlussphase festhielt – Balsam auf die nach mehreren Patzern zuletzt arg geschundene Torhüter-Seele. „Hat gut getan“, räumt er ein. Auch dem Team dürfte der Erfolg gefallen haben. Rückt der SCG damit doch dem Führungsquartett der A-Klasse gehörig auf die Pelle.  

SV Uffing II – SV Eschenlohe 0:3 (0:2)

Schiedsrichter: Paul Thiel (TSV Farchant). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 (18.) Schorer, 0:2 (20.) Schorer, 0:3 (63.) Hopfensberger.

Der Baum brennt noch nicht an der Rigistraße – aber viel fehlt nicht mehr, bis der Funke überspringt. Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen durchlebt der SV Uffing II bislang ein grauenhaftes Jahr 2019. Das Team von Trainer Florian Neuner rutscht Woche für Woche weiter in der Tabelle ab. „Es ist bitter, aber es läuft bei uns gerade nicht“, räumt auch der Coach die anhaltende Negativserie ein. Allein auf die Personalsituation lässt sich der Abwärtstrend nicht schieben. Bei den drei Standardtoren der Gäste habe man sich „blöd angestellt“, und Peter Kinasts Fehlschuss aus fünf Metern, der den Anschlusstreffer bedeutet hätte, konnte sich Neuner auch nicht wirklich erklären. „Den muss er reinmachen.“ Weniger Probleme mit der Effizienz hatte der SV Eschenlohe. Insbesondere Florian Schorer. Zwei Eckbälle von Marios Kanakidis beförderte er in die Maschen. Auch dem 3:0 durch Maximilian Hopfensberger ging ein Flugball von Kanakidis aus dem Halbfeld voraus. „Wir haben einfachen Fußball gespielt und unsere Lufthoheit ausgenutzt“, urteilt Thomas Hesse. Der Eschenloher Spielertrainer war wegen muskulärer Probleme zum Zuschauen verdammt. „Die Mannschaft zeigt mir immer wieder, dass es ohne mich besser geht“, sagt der 33-Jährige mit einem Augenzwinkern. Michael Schleicher sprang für Hesse im zentralen Mittelfeld ein, bot eine starke Leistung und gewann alle wichtigen Zweikämpfe.  

FC Oberau – ASV Antdorf II 2:0 (1:0)

Schiedsrichter: Matthias Dolderer (FC Seeshaupt). – Zuschauer: 80. – Tore: 1:0 (10.) S. Korthals, 2:0 (56.) Fischer.

Auch der FC Oberau ist bestrebt, seine Abstiegssorgen allmählich vollends abzustreifen. Doch war der Dreier über Antdorf zunächst schon allein eingedenk der übrigen Ergebnisse „so eminent wichtig“, wie Sebastian Schmölzl betont. Der Trainer blickt bereits auf den kommenden Spieltag. „Wenn wir gegen Mittenwald nachlegen, können wir vielleicht den Deckel endgültig draufmachen.“ Oberau beherrschte einen offensiv über weite Strecken harmlosen Gast ohne selbst zu glänzen. Sebastian Korthals traf nach überlegter Vorarbeit von Michael Burger zum 1:0. Später packte Christoph Fischer den zweiten Streich drauf, indem er einen Flugball von Lukas Nicoloso per Kopf über die Linie drückte. Korthals und Burger hatten im Anschluss sehr gute Chancen auf weitere Treffer. „Das Ergebnis hätte wieder einmal deutlich höher ausfallen können“, stellt Schmölzl klar. Der Coach war dennoch zufrieden Ihm reichte es vorerst, dass seine Elf „über 90 Minuten“ die bessere Mannschaft war.  

Texte: Simon Nutzinger und Oliver Rabuser

Quelle: Merkur.de

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