Mit Dreier verabschieden

Vujanovic hat Heimstetten an Spitzengruppe herangeführt

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Zum letzten Mal Chefanweiser: Borislav Vujanovic tritt nach der Rückkehr von Trainer Heiko Baumgärtner in die zweite Reihe zurück.

Durch vier Siege in Folge hat der SV Heimstetten den Anschluss zur Spitzengruppe in der Bayernliga geschafft. Gegen Vilzing will der SVH nun seine Serie fortsetzen – und Interimschef Borislav Vujanovic mit einem weiteren Dreier verabschieden.

Es wird keinen Blumenstrauß geben, keine warmen Worte, keine Umarmungen. Dabei steht Borislav Vujanovic am Samstag letztmals als Chefanweiser an der Linie, wenn sein SV Heimstetten zum Jahresabschluss der Bayernliga Süd die DJK Vilzing empfängt (17 Uhr). Wobei der 38-Jährige seinen Verein nicht etwa verlassen muss – anders als im Vorjahr, als ihn der Bezirksligist SV Lohhof in der Winterpause überraschend vor die Tür setzte.

Diesmal wird Vujanovic lediglich in die zweite Reihe zurücktreten, nachdem er fünf Wochen lang Chefcoach Heiko Baumgärtner ersetzt hat, der jobbedingt bis Weihnachten in den USA weilt. Die Bilanz des Co-Trainers kann sich durchaus sehen lassen: Zwar gab’s in seinem ersten Spiel als Aushilfs-Chef ein 0:2 im Derby gegen Pullach. Doch danach landete Heimstetten vier Siege in Folge, wodurch der Absteiger wieder den Anschluss zur Spitzengruppe hergestellt hat. Aktuell liegt der SVH vier Punkte hinter dem Relegationsplatz und sieben Zähler hinter dem Spitzenreiter Garching. Sollte der Klub nun auch noch gegen Vilzing gewinnen, könnten sie in Heimstetten einigermaßen zufrieden den Christbaum schmücken – und das, nachdem manche die Saison schon als verkorkst abhaken wollten. Da der jüngste Höhenflug eng mit dem Namen Vujanovic verbunden ist, sei er mehrfach gefragt worden, ob der Co-Trainer im neuen Jahr gemeinsam mit Baumgärtner als gleichberechtigtes Duo arbeiten werde, erzählt Manager Michael Matejka.

„Aber das ist quatsch. Die Rollen bleiben klar verteilt, so wie es abgemacht war.“ Wobei Matejka dem Interims-Chef ein großes Lob ausspricht: „Bobo hat seine Sache super gemacht.“ Der Gelobte selbst hegt laut eigener Aussage keine Ambitionen auf den Chefposten: „Ich habe keine Probleme damit, jetzt wieder in die zweite Reihe zurückzutreten.“ Und auch Heiko Baumgärtner klingt nicht unbedingt so, als fürchte er um seinen Job. So hat der 33-Jährige eine Interviewanfrage unserer Zeitung abgelehnt mit dem Hinweis, er wolle sich aus der Ferne nicht in den Vordergrund drängen. Denn: „Ich finde, die Aufmerksamkeit haben im Moment die Jungs verdient.“ Sie „und natürlich auch Bobo und Igor machen das derzeit richtig gut“.

Wobei Baumgärtner wohl auch diesmal via Liveticker verfolgen wird, wie sich seine Elf gegen Vilzing schlägt. Personell muss der SVH dabei nicht nur auf die Langzeitausfälle Simon Huber, Valentin De La Motte, Maximilian Hintermaier und Sandro Wolfinger verzichten, sondern es fehlen auch der verletzte Volkan Yaman sowie Kapitän Dominik Schmitt (Urlaub).

Voraussichtliche Aufstellung: Krasnic, Paul, Müller, Kubina, Steimel, Steppan, Kartal, Riglewski, Duhnke, Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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