Hofmann zieht Heimstetten den Zahn

Vujanovic sauer: "Es werden sich einige umschauen"

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Hartes Einsteigen: Pullachs letzter Mann Niklas Mooshofer (r.) rempelt Memis Ünver um und sieht dafür die Rote Karte.

SV Heimstetten - Die erste Hälfte stark unterlegen, in der zweiten Hälfte trotz Überzahl fahrlässig bei der Chancenverwertung: Der SV Heimstetten verliert das Derby gegen Pullach mit 0:2. Jetzt kündigt der Co-Trainer Folgen an.

Sechs Minuten vor der Pause muss Michael Hofmann erstmals ernsthaft eingreifen. Der Torwart des SV Pullach angelt sich das Leder, bevor es über die Linie rollen kann. Bei dieser Aktion geht ein Raunen durch den Heimstettner Sportpark. Doch nicht etwa, weil Hofmanns Parade besonders spektakulär war. Vielmehr ist es sein eigener Mitspieler Alexander Weiß gewesen, der den Keeper mit einer verunglückten Kopfball-Rückgabe zu seiner ersten Flugeinlage gezwungen hat.

 

So chancenlos, wie der SV Heimstetten bis dato ist, könnte man Weiß fast Absicht unterstellen. Nach dem Motto: Wenn der Gegner schon keine gelungenen Angriffsaktionen zustande bringt, dann muss man eben nachhelfen.

 

Dieser Gedanke drängt sich wenig später erneut auf, als Niklas Mooshofer als letzter Mann Memis Ünver umrempelt, dafür Rot sieht und seine Elf dezimiert. Doch weder das Beinahe-Eigentor noch der Platzverweis können an der Heimstettner Niederlage rütteln: Mit 0:2 verliert der Absteiger gegen den SV Pullach und hat damit endgültig den Anschluss zur Spitzengruppe in der Bayernliga verloren.

 

„Immer wieder sprechen wir die gleichen Dinge an, doch es passiert nichts“, ärgert sich Co-Trainer Borislav Vujanovic, der erstmals Heiko Baumgärtner vertritt, der bis Ende Dezember beruflich in den USA weilt. Die Zeit, in der man sich schützend vor das Team gestellt habe, sei nun vorbei. „Ich kann jetzt schon sagen, dass nächstes Wochenende nicht die gleiche Elf auflaufen wird. Es wird Konsequenzen geben, da werden sich einige umschauen.“

 

Vor allem im ersten Durchgang ist Heimstetten chancenlos gegen kombinationssichere und zweikampfstarke Gäste. Folgerichtig geht Pullach in Führung. Jedoch unter gnädiger Mithilfe. Clemens Kubina steuert unter Bedrängnis auf seinen Torwart zu, legt die Kugel jedoch an ihm vorbei – direkt zu Christoph Dinkelbach, der mühelos einschiebt. „Was sich Clemens da gedacht hat, kann ich nicht sagen“, zürnt Vujanovic. Auch für das zweite Gegentor – ein Kopfball nach einer Freistoßflanke – findet der Coach klare Worte: „Da hat die Zuordnung nicht gepasst, und vielleicht muss Markus Aigner auch rauskommen.“

 

Nach dem 0:2 scheint der Abend auf eine Klatsche für Heimstetten hinauszulaufen – bis zu Mooshofers Notbremse. In Überzahl findet der SVH nach der Pause endlich ins Spiel und hat dicke Chancen. Doch Sebastiano Nappo, Memis Ünver und Orhan Akkurt scheitern entweder am eigenen Unvermögen oder an Michael Hofmann.

Quelle: fussball-vorort.de

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