Wacker gewinnt in "Sauna" gegen Buchbach

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Maxi Bauer, hier im Duell mit Christoph Rech, ließ zwei gute Möglichkeiten ungenutzt.

SV Wacker Burghausen - 1850 Fans erleben das 3:2 des SV Wacker Burghausen gegen Buchbach. Ex-TSVler Kevin Hingerl erhält einen Jahresvertrag beim SVW.

„Wer das Spiel gesehen hat, der schaut sich auch die nächsten Heimspiele von Burghausen und Buchbach an“, schwärmte Burghausens Sportlicher Leiter Mario Demmelbauer von dem Fußballfest, das die 1 850 Zuschauer am zweiten Spieltag der Regionalliga Bayern in der Wacker-Arena geboten bekamen.

Auch Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter war trotz der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft am Dienstagabend mehr als angetan: „Riesiges Kompliment an beide Mannschaften, das war ein großes Spiel mit tollem Tempo. Und das bei Temperaturen, bei denen uns Trainern auf der Bank das Schnaufen schwer fällt.“ Vollgas-Sprints über den halben Platz, packende Zweikämpfe, tolle Spielzüge, zahlreiche Strafraumszenen und vor allem jede Menge Spannung - ein echtes Fußball-Spektakel in der „Wacker-Sauna“, das Lust auf die nächsten Spiele in Bayerns Belleetage macht. Auf die Spannung hätte Burghausens Trainer Uwe Wolf freilich getrost verzichten können: „Darüber müssen wir reden. Nach dem 3:0 haben wir uns taktisch schlecht verhalten. Die Zuschauer haben ein klasse Derby mit fünf Tore gesehen, für meinen Geschmack waren es zwei zu viel. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei zwei Gegentoren nicht zufrieden sein kann, aber die Mannschaft hat mit den drei Punkten ihre Aufgabe erledigt.“

Es hätte allerdings durchaus anders kommen können, denn die Anfangsphase gehörte eindeutig den Rot-Weisen und so beklagte Bobenstetter auch: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, als wir zwei Mal die Latte getroffen haben und Maxi Bauer seine beiden Chancen nicht genutzt hat.“ Der Buchbacher Trainer bekundete aber auch, dass er und seine Mannschaft erhobenen Hauptes die Heimreise angetreten haben: „Im März haben wir hier 0:1 verloren, damals haben wir uns versteckt. Das war dieses Mal ganz anders. Eigentlich war ja schon das erste Tor die Entscheidung, dass wir nach einem 0:3 noch einmal zurückkommen und fast noch den Ausgleich machen, das ist  Buchbach. Das habe ich meinen Spieler über viele Jahre eingeimpft.“ 

Dass die Buchbacher seiner Truppe alles abverlangt haben, ist natürlich auch Wolf nicht entgangen, der mit den Leistungen der Anfangsphase überhaupt nicht einverstanden war, lautstark dirigierte und schließlich auch noch mal in die Taktik-Kiste greifen musste. Erst als das Wacker-Spiel mit dem 1:0 im Rücken in der Spitze breiter wurde, bekamen die Buchbacher vermehrt Probleme und fingen sich auch einige gefährliche Konter. Neben der taktischen Variabilität ist sicher auch die Physis einer der Burghauser Trümpfe. Wolf: „Diese Laufstärke habe ich gefordert, dieses einfach noch mal über den Punkt gehen.“ Ein Trumpf-Ass, das schon so lange im Ärmel steckte, dass es fast in Vergessenheit geraten wäre, konnte Burghausen am Dienstag ebenfalls noch in den Ring werfen. „Die Unterstützung von der West hat mich besonders gefreut“, dankte Wolf den Fans, aber auch dem „Verein und den Sponsoren“. Die haben nämlich am Montagabend die kurzfristige Verpflichtung von Kevin Hingerl ermöglicht. „Wie wichtig Hingerl ist, hat man heute gesehen“, so Wolf, der den Ex-Buchbacher gleich mit der Rolle des Abwehrchefs betraute. Hingerl, dessen Spielgenehmigung erst am Dienstagnachmittag eingetroffen ist, hat einen Vertrag bis Saisonende bekommen und somit ist der Wunsch von Wolf „jede Position doppelt zu besetzen“ auch noch erfüllt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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