3:2-Erfolg über Carl Zeiss Jena

"Wahnsinnig wichtiger Sieg2 für Haching

Ulrich Taffertshofer (2.v.l.) besorgte den zwischenzeitlichen Hachinger Ausgleich und lässt sich gebührend feiern. FOTO: ROBERT BROUCZEK

Die SpVgg Unterhaching hat nach einem frühen Rückstand das Aufsteigerduell gegen den FC Carl Zeiss Jena noch mit 3:2 für sich entschieden. Nach zuvor zwei Niederlagen kehrten die Hachinger damit auf den sechsten Tabellenplatz der Dritten Liga zurück.

Unterhaching – Was Cheftrainer Claus Schromm bereits in verfrühte Weihnachtsstimmung versetzte, ist dabei die Punktausbeute seines Teams: Die SpVgg schraubte ihre Bilanz mit dem zehnten Saisonsieg im 18. Spiel auf 31 Zähler. „Jetzt steht die Drei vorne, darüber sind wir sehr, sehr glücklich“, sagte der Coach, „für einen Aufsteiger ist das schon sehr beachtlich.“

Gegen Jena machten es die Hachinger gestern bei eisigen Temperaturen allerdings unnötig spannend. Schon in der 8. Minute kassierten sie das 0:1 durch Starke, weil sie sich im eigenen Aufbauspiel einen verhängnisvollen Fehlpass leisteten.

Danach übernahmen die Gastgeber aber mehr und mehr das Kommando, ohne jedoch zu großen Torchancen zu kommen. In der 24. Minute rettete Torhüter Korbinian Müller sein Team sogar vor dem 0:2, als er einen Schuss von Starke toll parierte. Nach einer halben Stunde gelang Ulrich Taffertshofer, der Josef Welzmüller gestern als Kapitän ersetzte und erstmals als Rechtsverteidiger auflief, endlich der Ausgleich. Sascha Bigalkes Hereingabe hatte Stephan Hain verlängert, Taffertshofer staubte aus kurzer Distanz ab.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Hachinger mehr, das war deutlich zu sehen. Es dauerte auch nur zwei Minuten, bis erneut Taffertshofer mit einem Kopfball nur knapp das Tor der Gäste verfehlte. Zwei Minuten später stand Dominik Stahl goldrichtig und köpfte erneut nach Vorarbeit von Bigalke das 2:1.

Im zweiten Durchgang erarbeitete sich auch Jena zwei gute Möglichkeiten, kurz vor Schluss sorgte der eingewechselte Thomas Hagn aber für die Entscheidung. In der 81. Minute schoss er nach einem Konter noch knapp vorbei, vier Minuten danach schloss er seinen Alleingang auf der linken Seite mit einem wuchtigen Schuss ins Tor ab. In der Nachspielzeit verkürzte Jena noch durch Eismann.

„Es war völlig unnötig, dass wir uns so abmühen und am Ende sogar noch zittern mussten“, gestand Dominik Stahl nach dem Schlusspfiff, „wir sind durch einen blöden Fehler ins Hintertreffen geraten. Aber umso besser, dass wir dann mal wieder einen Rückstand gedreht haben. Wir hätten natürlich viel früher den Sack zumachen müssen. Aber Sieg ist Sieg, und der tut nach den zwei Niederlagen wahnsinnig gut.“

Ulrich Taffertshofer fand vor allem „wichtig, dass wir gewonnen haben“, auch er übte aber Selbstkritik: „Wir haben es wirklich unnötig spannend gemacht, weil wir den Sack nicht zugemacht haben. Wir sind unglücklich in Rückstand geraten, haben dann aber gut reagiert.“

Die beiden Trainer waren sich einig, dass der Hachinger Sieg dennoch verdient war. „In den entscheidenden Situationen hat uns die letzte Konsequenz gefehlt, um hier was mitzunehmen“, sagte Jena-Coach Mark Zimmermann, „der Sieg der Hachinger war verdient, weil sie mit Mut und einer Selbstverständlichkeit das Spiel an sich gerissen haben.“

Claus Schromm freute sich, „dass wir uns nach dem Rückstand nicht vom Weg haben abbringen lassen, unseren Fußball durchzudrücken. Und das ist uns gelungen. Hintenraus ist es zwar noch einmal eng geworden, aber es war unterm Strich ein absolut verdienter Heimsieg.“

UNTERHACHING – CARL ZEISS JENA 3:2 (1:1)

Unterhaching: Korbinian Müller - Nicu, Ulrich Taffertshofer, Greger, Dombrowka - Kiomourtzoglou (87. Lux), Stahl - Porath (80. Josef Welzmüller), Bigalke, Steinherr (74. Hagn) - Hain

Jena: Koczor - Brügmann, Slamar, Gerlach, Cros (83. Tuma) - Eismann, Löhmannsröben - Wolfram (67. Thiele), Eckardt (80. Dietz), Starke - Günther-Schmidt

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg) Tore: 0:1 Starke (8.), 1:1 Ulrich Taffertshofer (31.), 2:1 Stahl (49.), 3:1 Hagn (84.), 3:2 Dietz (90.+3) Zuschauer: 3250; Gelbe Karten: Kiomourtzoglou, Bigalke - Cros

Quelle: fussball-vorort.de

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