Egling personell geschwächt

Höhenflieger gegen „Mannschaft der Zukunft“: DJK Waldram trifft auf SF Egling

Das goldene Tor für Waldram erzielte im Hinspiel gegen Egling Luca Faganello (li.). Im Duell an diesem Samstag will die DJK weitere Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Foto: hl

Angesichts der aktuellen Waldramer Ergebnisse mag man es kaum glauben: Nach der Hinrunde, lagen die Derbygegner noch gemeinsam am Tabellenende.

Waldram/Egling– Vor fast genau einem Jahr, Mitte Oktober 2019, siegten die DJK-Kicker mit Mühe und Not durch einen von Luca Faganello in der 86. Minute verwandelten Elfmeter mit 1:0 beim Aufsteiger SF Egling-Straßlach.

Die Partie damals hätte auch anders herum ausgehen können, doch vor dem Rückspiel an diesem Samstag (15 Uhr, in Waldram) schwant SF-Trainer Herbert Mühr nichts Gutes: „Uns erwartet Herkules.“ Während seine Elf nach 16 Spielen weiterhin mit drei Punkten das einsame Tabellenschlusslicht stellt, ist die DJK seit dem Re-Start schnell aus dem Tabellenkeller geeilt. Zehn Punkte sammelte das Team des im Winter installierten Trainer-Duos Guido Herberth und Rudi Ettenhuber in vier Begegnungen – darunter gegen Hochkaräter wie Habach, Lenggries und zuletzt Kreuth, das mit 6:3 geschlagen wurde. Trotz des Höhenflugs erwartet Ettenhuber ein „ganz schwieriges Spiel“. Es wäre psychologisch sicher erklärbar, wenn nach den jüngsten Erfolgen der Schießbude der Liga (62 Gegentore) nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie den Favoriten entgegengebracht würde. Doch davor warnt der DJK-Coach eindringlich. „Jeder hat eine Erwartungshaltung und wir müssen liefern. Wenn wir schludern, haben wir ein Problem“, betont Ettenhuber. „Dann wäre unser toller Start nur noch die Hälfte wert.“

Kreativ-Abteilung fehlt

Ein Blick auf den Eglinger Kader könnte der Sorglosigkeit womöglich Vorschub leisten. Denn der Kreisliga-Neuling muss nicht nur seine „Abteilung Kanone“, das Sturmduo Maximilian Heinrich und Tobias Beierbeck, ersetzen. Es fehlt aufgrund der Abwesenheit von Maxi Gaigl und Christian Ettenhuber auch die „Kreativ-Abteilung“. Zudem schmerzt der längerfristige Ausfall des Innenverteidiger-Duos Philip Schneider und Paul Scheiter. „Man könnte sagen, wir spielen mit dem letzten Aufgebot“, sagt Herbert Mühr. „Aber ich habe meinen Spielern gesagt: Das ist die Mannschaft der Zukunft.“ Er hat eben seine ganz spezielle Art, wenn es darum geht, einer Situation etwas Positives abzugewinnen. „Wir bleiben optimistisch, trotz des Tals, das wir durchschreiten“, betont der SF-Coach. Seine junge Truppe sei jedenfalls motiviert. „Wir wollen schon noch den einen oder anderen Sieg, bevor wir uns aus der Liga verabschieden“, stellt Mühr klar. Und es klingt fast wie eine Drohung, wenn er ergänzt: „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden.“ (rst)

DJK Waldram

Schubert, Kluge – Müller, Kabbaj, B. Kresta, Bergmoser, S. Kresta, Schlott, Dreyer, Thalbauer, Faganello, Raic, Herberth, Ettenhuber, Seestaller, Hauptmann, Walter, Gruber, Amanquah (?), Häfner (?).

SF Egling-Straßlach

Heller – Häusler, Sedlaczek, Buchner, Gämmerler, Steidle, F. Dissinger, M. Dissinger, Schneider, Hatsell, Schuster, M. Beierbeck, Schanda, Mayer.

Quelle: Merkur.de

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