Waldramer Chancenwucher wird bestraft

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Etliche Hochkaräter boten sich Luca Faganello (re.), hier bedrängt von Peter Diepold (li.) und ASV-Kapitän Maimilian Feigl, doch es reichte nurmehr zum 2:3-Endstand. 

DJK Waldram unterliegt Habach mit 2:3. Trainer Latanskij betont: „Bin trotzdem zuversichtlich“. 

WaldramDer Zuschauer nahe der Eckfahne hatte beste Sicht auf das Spielgeschehen und war sicher: „Jetzt scheppert’s.“ Luca Faganello, der wenige Minuten zuvor bereits in aussichtsreicher Position vertändelt hatte, kann nun nicht mehr anders, als den Ball ins Tor zu wuchten – ganz allein vor Tobias Radiske. Doch der Waldramer Angreifer scheiterte erneut. Ein paar Minuten später schepperte es tatsächlich. Aber auf der anderen Seite.

Nach einer abgewehrten Waldramer Ecke konterten die Gäste blitzschnell. Als Habachs Maximilian Nebl mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eindrang, stoppte DJK-Verteidiger Florian Häfner den Angreifer mit einer Grätsche, die in jedem Fußball-Lehrvideo seinen Platz als Musterbeispiel für ein perfektes Tackling hätte. „Das war niemals Elfmeter“, so die einhellige Meinung nicht nur der Waldramer Fans. Nur der junge Unparteiische sah das anders. Maximilian Feigl ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zur 1:0-Führung für die Gäste. Bis dahin war DJK-Keeper Florian Schubert nahezu beschäftigungslos gewesen. Zwischen diesen Polen – wilder Chancenwucher auf der einen, maximale Effizienz auf der anderen Seite – sollte sich die Partie bis zum bitteren Ende bewegen. „Wir sind dieses Mal gut gestartet, waren sofort da, haben das Spiel dominiert“, ärgerte sich Spielertrainer Johann Latanskij, der selbst recht glücklos agierte. Symptomatisch dafür war die 45. Minute: Lukas Hauptmann legte im Strafraum ab, doch der Torjäger verstolperte 14 Meter vor dem Tor. Im Gegenzug holte Sebastian Kresta Michael Baumgartner kurz vor der Strafraumgrenze von den Beinen. Den anschließenden Freistoß bekam Schubert nicht richtig zu fassen. Baumgartner jagte den Abpraller zum 0:2 ins Netz.

Im zweiten Durchgang legten die Gastgeber noch eine Schippe drauf. Die Fortsetzung gestaltete sich ähnlich chancenreich wie die erste Halbzeit – und ähnlich erfolglos. Wenn die Waldramer Bälle nicht knapp am Ziel vorbeiflogen, war bei Tobias Radiske Endstation. Der Keeper lenkte ein 18-Meter-Pfund von Matthias Herberth knapp über und ein Geschoss von Fabian Raic an die Latte. Habach musste sich aufs Kontern beschränken und war dabei sehr effektiv: Felix Habersetzer umkurvte Florian Schubert und schob zum 3:0 (76) ein. Zwei Minuten später verkürzte Bernhard Kresta auf 1:3, aber Radiske gab weiter den Spielverderber zwischen den Pfosten. „Wir werden weiter an unserer Abschlussschwäche arbeiten“, gab sich Latanskij nach Spielschluss kämpferisch. „Und ich bin zuversichtlich, dass es bald auch für uns richtig scheppert.“ 

DJK Waldram –
ASV Habach 2:3 (0:2)

Tore: 0:1 (31.) Feigl, 0:2 (45. + 2) Baumgartner, 0:3 (76.) Habersetzer, 1:3 (78.) B. Kresta, 2:3 (90. + 3) Faganello. – Schiedsrichter: Niklas Hampel (SV Mammendorf). – Zuschauer: 200.

DJK Waldram:Schubert – Häfner, Thalbauer, B. Kresta, Bergmoser, S. Kresta, Latanskij, Hauptmann, Faganello, Herberth, Gebel. Eingewechselt: Walter, Raic, Dreyer

Quelle: Merkur.de

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