FC Bayern wird Favoritenrolle gerecht und holt den Sieg im Finale gegen Salzburg

Webasto Mini Cup: Gautinger SC besiegt FC Augsburg im Achtmeterschießen

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Grenzenloser Jubel herrschte bei den Buben des Gautinger SC, nachdem sie im Spiel um Platz neun den FC Augsburg im Achtmeterschießen besiegt hatten.

Als der 18. Webasto Mini Cup Geschichte war, zeigte sich der Titelverteidiger großzügig und bat die Gastgeber mit auf das Siegerfoto.

VON CHRISTIAN HEINRICH

Während die Spieler des FC Bayern München die Trophäe in die Höhe stemmten, strahlten die Gautinger Knirpse bis über beide Ohren. Am Ende belegten die Neunjährigen von der Würm zwar nur den neunten Platz, das Ergebnis war für sie aber mindestens genauso wertvoll wie der Pokalsieg. „Das war eine echte Sensation“, freute sich Wolfram von Rhein mit seiner Mannschaft.

Dass die Gautinger leidenschaftlich kämpfen können, war dem Turnierchef wohl bekannt. Aber dass sie nach jeder Enttäuschung wieder auf die Beine kamen, als ob ihnen überhaupt nichts geschehen sei, würdigte ihm allergrößten Respekt ab. Der Sportclub hatte nicht nur eine 1:12-Pleite im Gruppenspiel gegen den FC Bayern zu verkraften, bei der Tristan Kania Ergebniskosmetik betrieb. Nach weiteren saftigen Niederlagen gegen Red Bull Salzburg (0:5) und den SSV Ulm (1:5) kam gegen den FC Memmingen auch noch Pech hinzu. Die Gastgeber führten durch ein Tor von Niki Aufderklamm, der schon den Ehrentreffer gegen Ulm erzielt hatte, mit 1:0. Nach dem Ausgleich gingen die Hausherren abermals in Front, doch der Schiedsrichter annullierte das Tor. „Das war eigentlich regulär“, meinten von Rhein und alle Zuschauer, die in der Nähe des Kastens der Allgäuer saßen. Die Gautinger waren wegen dieser Entscheidung jedenfalls so durcheinander, dass sie am Ende mit 1:3 den Kürzeren zogen.

Als Gruppenletzter trafen sie in den Platzierungsspielen auf den FC Augsburg. Aufderklamm und Niklas Spazierer bescherten dem Außenseiter ein 2:2-Unentschieden nach regulärer Spielzeit. Im Achtmeterschießen war Keeper Vincent Köpke kaum zu überwinden und sicherte seinem Team schließlich den viel umjubelten Sieg über die U10 des Bundesligisten, der allerdings ersatzgeschwächt zum Turnier angereist war.

Ansonsten lief alles wie gehabt. Die Gautinger erwiesen sich wieder einmal als hervorragende Gastgeber und organisierten ein Turnier, für das es von allen Seiten nur Lob gab. Ausgelassene Stimmung herrschte auch auf den Rängen der Schulturnhalle an der Birkenstraße, die so gut besetzt waren wie noch nie zuvor. Vor allem die Fans des TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching feuerten ihre Teams lautstark an. Aber alle Unterstützung nutzte nichts. Am Ende kam es so wie fast immer im deutschen Fußball. Rot war wieder einmal die dominierende Farbe.

Die Bayern wurden ihrer Favoritenrolle voll gerecht, auch wenn sie sich in der Vorrunde Salzburg mit 1:2 beugen mussten. Im Halbfinale traf die Mannschaft des deutschen Rekordmeisters auf den Erzrivalen TSV 1860 München. Die Löwen hatten die Gruppe B klar beherrscht und sich souverän den ersten Platz gesichert. Aber gegen die Bayern reichte es für die Sechziger mal wieder nicht, und sie mussten sich nach einem spannenden Kampf mit 1:2 geschlagen geben. Im zweiten Spiel der Vorschluss-runde setzte sich Salzburg gegen die SpVgg Unterhaching locker mit 2:0 durch.

Im Finale nahmen die Bayern an den Österreichern erfolgreich Revanche für die Niederlage aus der Gruppenphase und siegten souverän mit 4:0. „Red Bull hatte nicht die physische Stärke der Bayern“, stellte von Rhein fest. Zum Schluss wuchsen nicht den Brausekickern von der Salzach, sondern den Münchnern Flügel. Die Löwen beendeten nach einem 2:0 über Unterhaching das Turnier als Dritte. Platz fünf stibitzten sich die Ulmer Spatzen, die die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 besiegten. Siebter wurde der SV Waldeck-Obermenzig. Der Qualifikant setzte sich im Achtmeterschießen gegen Memmingen durch. Und Neunter und eigentlicher Sieger wurde der Gautinger SC.

Quelle: Merkur.de

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