VfR-Coach nach Pleite gelassen

Weber: "Der Punkteschnitt muss passen"

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Ratlos: VfR-Coach Daniel Weber kann seiner Mannschaft bei der Niederlage gegen den 1. FC Sonthofen nicht viel vorwerfen.

VfR Garching - Der VfR Garching verliert im Spitzenspiel zuhause gegen den 1. FC Sonthofen mit 0:1 und verpasst damit die Tabellenführung. Schließlich kann auch Konkurrent SV Heimstetten am Wochenende nicht gewinnen.

Das neue Sonthofen kam, sah und siegte. Der einstige defensiv geprägte Abstiegskandidat trat in Garching als selbstbewusste Mannschaft auf und hatte dazu eine gute Portion Glück. Und so verlor der VfR Garching sein Heimspiel mit 0:1.

Die Sonthofener traten mutig auf, verteidigten offensiv und gingen damit ein deutliches Risiko. Das bedeutete aber auch, dass sich dem VfR offensiv Räume boten, die der Absteiger aus der Regionalliga auch nutzte. Garching hatte in der ersten halben Stunde so viele Großchancen, dass die normal für zwei Spiele reichen müssten. Alleine Mario Staudigl machte sich zur tragischen Figur des Nachmittags mit fünf gefährlichen, aber erfolglosen Abschlüssen alleine vor dem Tor. Aber auch seine Kollegen hatten Möglichkeiten, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Der VfR machte vieles richtig, belohnte sich aber nicht mit Toren.

Im Fußball ist es quasi ein Grundgesetz, dass sich verschwenderischer Umgang mit Torchancen rächt. Die Garchinger kassierten die Quittung schließlich in der 36. Minute: Die Gäste schlugen einen Freistoß aus der Spielfeldmitte weit nach vorne und ein Missverständnis in der VfR-Abwehr führte zur 1:0-Führung für den FC.

Sonthofen hatte neben dem Tor in der zweiten Halbzeit noch einen guten Konter und konnte sich bei zwei gefährlichen Angriffen für eine gnadenlose Effektivität auf die Schulter klopfen.

Nach der Pause gab es wieder etwas mehr vom alten Sonthofen der vergangenen Jahr zu sehen. In Führung liegend zogen sich die Allgäuer immer weiter zurück und versuchten, die Führung über die Zeit zu bringen. Für den VfR wurden die Räume enger und die Mannschaft tat sich sehr schwer.

Gleichwohl hatte Mario Staudigl noch einmal den 1:1-Ausgleich auf dem Fuß und Dennis Vatany ließ gleich zwei Monstermöglichkeiten aus. Der kleinste Mann auf dem Platz bekam zwei Kopfbälle genau auf seiner Höhe. Einmal war das gesamte Tor offen und Vatany traf das Außennetz. Beim zweiten Versuch hätte der Außenangreifer nur auf eine Ecke zielen müssen, aber er köpfte direkt auf den Torwart.

Trainer Daniel Weber war nach der ersten Heimniederlage der Saison natürlich nicht glücklich, konnte seiner Mannschaft aber auch nichts vorwerfen. Bis auf die Chancenverwertung habe vieles gestimmt, so Weber. Er kritisierte aber, dass die Garchinger vor allem in der zweiten Halbzeit zu kompliziert gespielt hätten. Die verpasste Tabellenführung war für ihn kein Thema: „Am siebten Spieltag geht es nicht um den ersten Platz, sondern der Punkteschnitt muss passen.“ Ein Fußball-Faustregel besagt, dass ein Schnitt von 2,0 Punkten pro Spiel zum Aufstieg reichen kann. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen ist der VfR noch im Soll.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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