Ein Unentschieden auf Augenhöhe

Weber: "Eigentlich war es eher ein 3:3-Spiel"

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Luftkampf: Garchings Mike Niebauer (r.) und Pullachs Maximilian Schuster liefern sich packende Duelle.

VfR Garching - Wenn der VfR Garching die Chance hat, Tabellenführer zu werden, geht immer etwas schief. Das war am Samstag nicht anders, als die Garchinger mit einer eher durchschnittlichen Leistung nach der Heimstetten-Gala über ein 0:0-Unentschieden beim SV Pullach nicht hinauskamen.

Der VfR konnte die Pleite von Ligaprimus Landsberg beim Tabellenletzten Hankofen nicht nutzen. Das Unentschieden in Pullach war nach 90 Minuten leistungsgerecht, nur das 0:0 passte nicht zu einem lebhaften Spiel mit viel Tempo und guten Chancen auf beiden Seiten. „Eigentlich war es eher ein 3:3-Spiel“, stellte deshalb auch der Garchinger Trainer Daniel Weber fest.

Seine Mannschaft hatte einerseits zwar guten Torchancen, zeigte andererseits aber teilweise ein schwaches Defensivverhalten. Vor allem die ersten 20 Minuten gehörten den Pullachern, die eigentlich in Führung hätten gehen müssen. Die Höhepunkte waren zwei Lattenkopfbälle von Garchings Mike Niebauer (9.) und Pullachs Andreas Roth (11.) binnen 120 Sekunden. Ansonsten spielte anfangs nur das Heimteam, das trotz zuvor sechs sieglosen Spielen am Stück mutig auflief.

Die Garchinger berappelten sich nach rund 20 Minuten und hatten schließlich die beste Möglichkeit der Partie: Mit einem Zuckerpass schickte Mario Staudigl Dennis Niebauer auf die Reise. Doch der hatte zu viel Zeit zum Nachdenken und verfehlte das Pullacher Gehäuse um wenige Zentimeter (26.). Wenig später klärte bei einer Direktabnahme von Garchings Gerrit Arzberger ein SVP-Spieler auf der Linie (32.).

Zur Pause hatte Garching leichte Vorteile in einem guter guten Bayernliga-Partie. Im zweiten Durchgang baute der VfR allerdings ab und hatte in 45 Minuten nur noch einen gefährlicheren Torabschluss. Pullach war fortan feldüberlegen und hatte mehrere Möglichkeiten zum Sieg, der freilich überraschend gewesen wäre. Die SVP-Neuzugänge Menelik Ngu’Ewodo und Ömer Kanca hatten den Siegtreffer auf dem Fuß.

Der VfR kam nach 70 Minuten wieder etwas besser ins Spiel, bremste sich aber selbst mit der gelbroten Karte von Gerrit Arzberger. Der leistete sich an der Mittellinie ein taktisches Foul, für das es nicht zwingend Gelbrot hätte geben müssen.

Pullach agierte in Überzahl aber zu hektisch, so dass am Ende auf beiden Seiten nichts Nennenswertes mehr passierte. Mit der verpassten Tabellenführung und Platz drei konnte VfR-Coach Daniel Weber aber auch gut leben. Er sagte: „Wenn es einmal nicht so gut läuft, muss man eben auch mal die Kampfmaschine auspacken. Wir sind weiter im Soll.“

Quelle: fussball-vorort.de

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