Der VfR-Trainer zeigt sich erleichtert

Weber über Rettung: "Bei der PK habe ich schwarz gesehen"

Abteilungsleiter Franz Hölzl und Trainer Daniel Weber bei der Pressekonferenz über die Zukunft des Vereins. F: Meier

VfR Garching – Es geht weiter. Gestern Vormittag kam die Entwarnung vom VfR Garching, dass er auch kommende Saison in der Regionalliga Fußball spielen kann. Der Verein hat neue Sponsoren gefunden und hat nun alle Chancen, auch langfristig in der vierthöchsten deutschen Spielklasse mitzuwirken.

Beim Start der Garchinger Rettungsaktion fehlten rund 100?000 Euro, die sich aufteilten in 70?000 Euro für die nächste Regionalliga-Spielzeit und 35?000 Euro, die die Fußballer aufgrund Defizite des vergangenen Jahres an den Gesamtverein zurückzahlen müssen. Die Kombination aus einer Spendenaktion und der Akquise neuer Sponsoren brachte nun in etwa den benötigten Betrag, wenn in den kommenden Tagen die letzten Sponsorenvereinbarungen auch unterschrieben sind.Der VfR bekam nach seinem Hilferuf Unterstützung in vielen Formen. Einige Fans ließen ihre Kontakte zu Firmen spielen und an dem Regionalligisten interessierte Unternehmen gingen nun den letzten Schritt zur Partnerschaft. Auch der Stadtrat Garching machte mit einer Eilentscheidung den Weg frei für eine Werbung am Ballfangzaun. „Manchmal ist so ein Zeitdruck auch nicht schlecht“, sagt VfR-Trainer Daniel Weber. Ziel einer privaten Spendenaktion waren 50?000 Euro, von denen gut die Hälfte zusammen kam. Diese Gelder bekommt der Verein nur einmalig. Deshalb verweist der Garchinger Fußballchef Franz Hölzl darauf, dass der VfR im Laufe der nächsten zwölf Monate noch weitere Förderer benötigt für die dauerhafte Sicherheit. Da ist der weiterhin zum Verkauf stehende Stadionname noch immer eine Option.Hölzl bestätigte gestern, dass sein Verein mit dem Erreichten der vergangenen Wochen die nächsten Jahre wirtschaftlich die Regionalliga bestreiten kann. „Unsere Entscheidung ist nicht nur eine Sofort-Aktion, sondern auch Sache der Nachhaltigkeit“, sagt Hölzl. Der Verein sei durch diese Phase gewachsen, „auch wenn unsere Strukturen weiterhin entwicklungsbedürftig sind.“Mit der Zukunft in der Regionalliga steht auch fest, dass Trainer Daniel Weber demnächst sein elftes Jahr in Garching beginnt. „Bei der Pressekonferenz habe ich schwarz gesehen“, sagt Weber, „aber dann wuchs mein Optimismus jede Woche um etwa dreißig Prozent. Die Hilfe von allen Seiten war überwältigend.“ Weber zeigte sich gestern sehr erleichtert und stolz, „was in diesen vier Wochen im Verein alles geschafft wurde“.Der Trainer kann nun an seinem Kader für die kommende Saison basteln und Gespräche mit den benötigten Neuzugängen führen. „Wir stoßen weiter nicht in Schweinfurter Dimensionen vor“, sagt Weber mit Blick auf den fränkischen Traditionsklub mit Halbprofis. Der VfR setzt weiter konsequent auf junge Fußballer aus dem Großraum München. Weber hat auch ein besonderes Augenmerk auf Garchinger Talente, die in den Jugendabteilungen der großen Münchner Klubs FC Bayern, TSV 1860 und SpVgg Unterhaching ausgebildet werden.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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