Stefan de Prato verabschiedet sich von Garching

Weber: "Wünsche mir, dass Spieler ihre Verträge einhalten"

Nicht zu halten: Stefan de Prato will den VfR Garching mit Ziel TSV Moosach verlassen. FOTO: GERALD FÖRTSCH

Daniel Weber trainiert seit nunmehr elf Jahren den VfR Garching, bei dem er immer wieder in den Transferperioden zaubern muss. Diesen Winter geht Stefan de Prato zurück zu seinem Heimatverein TSV Moosach und der Fußball-Regionalligist hat mit Manuel Eisgruber nur noch einen Mittelstürmer im Kader.

Garching – Der 26-jährige Stürmer hat sich bei seinem Experiment, in der Regionalliga Fuß zu fassen, durchaus durchgesetzt. Diese Saison steht er bei 19 Spielen (zwei Tore) und in der Vorsaison traf die Nummer 21 achtmal bei 25 Spielen. Nun möchte der Spieler aber kürzertreten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. „Meine Tochter will auch etwas von mir haben und weint manchmal, wenn ich zum Training fahre“, sagt Stefan de Prato. Beim Landesligisten TSV Moosach, der von seinen Brüdern Markus und Florian de Prato trainiert wird hofft der Stürmer auf dosierten Fußballaufwand: „Landesliga ist auch keine Bamperlliga, aber dort kann ich mich in stressigen Phasen auch einmal etwas herausnehmen.“

Stefan de Prato wurde in der vergangenen Saison bayernweit bekannt, als er mit einem Hattrick binnen acht Minuten beim 3:1 in Schweinfurt ein schon verloren geglaubtes Match drehte. „Mit zehn Toren auf dem Konto hätte er nicht im Winter aufgehört“, glaubt Garchings Trainer Daniel Weber. Die Argumente des Spielers versteht er absolut, „aber ich würde mir wünschen, dass die Spieler ihre Verträge einhalten. Im Sommer wäre der ja eh zu Ende gewesen und dieses halbe Jahr hätte Stefan noch durchziehen können.“

Weber bestätigte, dass der Spieler seine Absichten zur Veränderung ihm bereits frühzeitig mitgeteilt hatte. Deshalb ist der Coach auch recht entspannt, weil die Nachfolgersuche fortgeschritten ist. Der momentan im Urlaub weilende Trainer möchte in der Winterpause frühzeitig Zugänge für den Offensivbereich präsentieren. Er betont, dass diese Verpflichtungen dann länger in Garching bleiben und keine Lückenfüller für die zweite Saisonhälfte sein sollen.

Grundsätzlich rechnet Weber weiterhin damit, dass die Garchinger von der mannschaftlichen Ausgeglichenheit leben müssen. „Jeweils zwei Tore von unseren Mittelstürmern sind nicht der Grund für die 29 gesammelten Punkte“, sagt der Coach. Der VfR hat vor den noch ausstehenden 16 Regionalligaspielen aktuell sieben Punkte Abstand zum ersten Abstiegsrelegationsplatz.

Quelle: fussball-vorort.de

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