Ein Weckruf mit vielen Fragenzeichen

- Hallbergmoos - Warum nicht gleich so? Nur diese eine Frage stellte sich noch am Samstagabend im Sportheim des VfB Hallbergmoos. Nach zwei glücklichen Siegen zum Start in die Bezirksliga gab es zumeist böse Klatschen für ein Team, das als nicht konkurrenzfähig eingestuft wurde. Aber nun am 22. Spieltag zeigte man eine noch nie da gewesene Leistung und schoss die mit dem 4:1 (3:0) noch gut bedienten Gäste des FC Moosinning heftig ab. Der Tabellenletzte lebt doch noch.

In der Manndeckung spielten schon alle möglichen Kombinationen zusammen, doch jeder patzte regelmäßig. Selbst das änderte sich diesmal. Das Duo Thomas Rugulies und Garwin Holmes gefiel. Der von der Bank zurückgekehrte Kapitän und der Spieler aus der zweiten Mannschaft agierten hinten fast fehlerlos. Notlösung Holmes avancierte zum großen Gewinner des VfB. Das Offensiv-Quintett konnte den Gegner entscheidend ausspielen, weil hinten Ordnung herrschte. Mit den beiden Stürmern Ihle und Veseli sowie dahinter der Dreierkette Masat -Hobmeier -Spar zeigte man ein starkes Spiel. Immer wieder setzten sich die Hallberger entscheidend durch und gingen auch absolut verdient mit einem 3:0 in die Pause.

Trainer Siggi Busch sah das von ihm so vehement geforderte Flügelspiel. So fielen auch alle drei Treffer der ersten Halbzeit. In der 11. Minute setzte sich der erneut bärenstarke Ben Spar auf dem linken Flügel durch und flankte mit viel Übersicht in den Rücken der Abwehr. Die Hereingabe fand Ahmet Masat, der aus 15 Metern direkt abzog. Treffer Nummer zwei erfolgte nach einer Hereingabe Hobmeiers, die Christian Binder alleine vor dem Torwart in zwei Versuchen über die Linie würgte. Mit dem Pausenpfiff war dann Hobmeier, der eine Maßflanke von Masat klug per Kopf verwertete. Mit wechselnden Darstellern und in drei Variationen zelebrierte der VfB das Flanke-Tor-Spielchen.

In Durchgang zwei ließen es die Hausherren etwas ruhiger angehen, bis das 3:1 (70.) fiel. Beim Schuss ins kurze Eck sah der den kranken Stefan Zettl vertretende Ersatzkeeper Stefan Matzkowitz nicht gut aus. Fast im Gegenzug antwortete Hallbergmoos mit dem 4:1, doch Veseli köpfte knapp daneben. In dieser Phase eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der VfB seine einzige kleine Krise und hatte zweimal Glück, dass nicht das 3:2 fiel. Für die endgültige Entscheidung sorgte Peter Oswald fünf Minuten vor dem Ende. Er vollendete einen mustergültigen Konter und gab mit seinem seltsamen Torjubel Rätsel auf. Er legte den Finger auf die Lippen als Zeichen des Schweigens, hielt alle Kameraden von sich fern und lief so zum Anstoß. Vielleicht wollte er damit nur sagen, dass man nach diesem überraschenden Sieg ruhig bleiben soll, um weiter zu siegen. Wahrscheinlicher aber ist es, dass er gerne mitgewirbelt hätte bei dem mit weitem Abstand besten Bezirksligaspiel des VfB Hallbergmoos.

Quelle: Merkur.de

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