Von wegen Finanzkrise beim SCF: Über Nacht wird aus dem Minus ein dickes Plus

Prominente Urlaubsbekanntschaft: Bevor es zur Jahreshauptversammlung ging, hatte sich SCF-Schatzmeisterin Sieglinde Schmid (r.) in Südafrika erholt. Im Hotel von Münchens Ex-Löwen-Profi Ferdl Keller (l.) traf sie auch Schauspieler Werner Rom (M.), den Bürgermeister aus der BR-Kultserie „Dahoam is dahoam“.

Fürstenfeldbruck - Eine wundersame finanzielle Gesundung hat der SC Fürstenfeldbruck über Nacht erlebt. Aus dem angekündigten fünfstelligen Minus ist ein fünstelliges Plus geworden.

Auf breite Zustimmung stieß der Kassenbericht bei der eher spärlich besuchten Jahreshauptversammlung.

Noch am Montag vor der Jahreshauptversammlung hatte Präsident Sigi Müller ein Minus in der Kasse bestätigt. Zwar nicht in der Größenordnung, wie sie in der Gerüchteküche gehandelt wurde (bis zu 50 000 Euro), aber immerhin in fünfstelliger Höhe. 24 Stunden später präsentierte Schatzmeisterin Sieglinde Schmid plötzlich ein deutliches Guthaben - und zwar ebenfalls fünfstellig: 40 000 Euro habe der Verein auf dem Konto. Wie nach dem offiziellen Ende der Versammlung in kleiner Runde bekannt wurde, ist das Guthaben auf den Eingang der abgebuchten Mitgliedsbeiträge zurückzuführen.
Aber auch ohne die Zahlungen der rund 750 Mitglieder konnte Schmid zum Jahresende 2010 noch ein leichtes Guthaben von gut 2600 Euro vermelden. Wie Müller in seinem Jahresbereicht ausführte, war die Prämisse im abgelaufenen Jahr, Geld zu sparen und den Verein finanziell zu konsolidieren - „mit Erfolg, wie ich denke“. Die Kassensituation habe sich deutlich entspannt. Der SCF-Chef und seine Kassenhüterin räumten auch ein, dass sowohl Spieler als auch Trainer im vergangenen Jahr zeitweise auf ihr Gehalt warten mussten. „Aber jetzt wird’s besser“, versprach Schmid.

Abschied vom Kunstrasen

Die finanzielle Lage hat sich zwar offenbar etwas entspannt. Das eine oder andere Problem hat der SCF trotzdem. „Wir werden wohl keinen Kunstrasenplatz bekommen“, sagte Präsident Sigi Müller. Man habe auch Finanzierungswege abseits der Stadt geprüft, diese seien aber alle nicht durchführbar. Der Verein habe darum auch weiterhin „viel zu wenig Plätze für unsere Mannschaften“. Gleiches gelte für die Kabinentrakte.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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