Ein unglaubliches Comeback

Für Weicker ist das Ende der Leidenszeit in Sicht

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Michael Weicker will sich zurück ins Regionalligateam des VfR Garching kämpfen.

Vfr Garching - Michael Weicker stand nach zwei Kreuzbandrissen kurz vor dem Karriereende, trainiert nun aber wieder beim VfR mit.

Michael Weicker ist ein Garchinger Regionalligaspieler der ersten Stunde. In der Premierensaison des VfR 2014/15 in der Regionalliga absolvierte der 25-Jährige noch 18 Spiele, doch danach war der vielseitig einsetzbare Teamspieler vor allem eine tragische Figur. Weicker erlitt zwei Kreuzbandrisse, aber nun greift er wieder an.

Michael Weicker hat eine ähnlich tragische Krankengeschichte wie Bundesligaprofi Holger Badstuber und auch einen genauso bewundernswerten Kampfgeist. Für viele Amateurfußballer bedeutet der zweite Riss des Kreuzbandes das Karriereende, doch der Garchinger hat mit seinem geliebten Sport noch nicht abgeschlossen. Zwei behandelnde Ärzte haben dem 25-Jährigen auch davon abgeraten, wieder Fußball zu spielen. „Da war ich dann erst mal richtig down. Gerade weil ich genau wusste, was auf mich zukommt“, sagt er in einem Interview auf der Homepage des VfR Garching. Die Zeit als Zuschauer auf der Tribüne zum Beispiel. „Natürlich hab ich der Mannschaft ihren wahnsinnigen Erfolg voll gegönnt – aber genau dabei nur zuschauen zu können, das war eine richtige Qual für mich.“

Über seine guten privaten Kontakte kam Michael Weicker dann aber zu Prof. Dr. Hermann Mayr vom Deutschen Skiverband, wo er sich noch eine weitere Meinung einholen wollte. Der Mediziner gab grünes Licht und so arbeitet Weicker neben seiner Tätigkeit als Co-Trainer der U17-Mädchen beim FC Bayern nun an seinem Comeback.

Bis auf eine Woche hat Weicker auch die Wintervorbereitung im Regionalligakader des VfR Garching mitgemacht. Einen Rückschlag gab es bisher nicht, wobei der Spieler immer genau in seinen Körper hineinhorcht und neben dem Training intensiv mit Physiotherapeuten zusammenarbeitet. „Für ihn ist das wahnsinnig toll, wieder bei uns dabei zu sein“, sagt Trainer Daniel Weber.

Er freut sich für Weicker, möchte für die Rückkehr in den Spielbetrieb aber nicht einmal ansatzweise einen Fahrplan aufstellen. Für Weber ist klar, dass Weicker in der Rückrunde wieder in der Zweiten Mannschaft in den Wettkampf hineinschnuppern soll. Zur Sommerpause hin werde er mit dem Spieler dann ohne Zeitdruck die Karten legen, um zu sehen wie es weitergeht. Die Gesundheit von Michael Weicker steht also bei der in Watte gepackten Zukunftsplanung an erster Stelle. Sollte sich alles gut entwickeln, könnte der VfR auch kurzfristig die medizinische Zulassung Weickers für die Regionalliga erwirken, falls Weber ihm in der Endphase der Saison ein paar Regionalligaminuten schenken wollte.

Weicker wird dafür jedenfalls kämpfen, so viel ist klar. Er sagt: „Ich will auf keinen Fall eine Verletzung entscheiden lassen, wann Schluss ist mit Fußball. Ganz im Gegenteil. Ich will es mir und allen anderen beweisen, dass es noch mal geht.“

Quelle: fussball-vorort.de

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